„Instituioneller Rassismus“

USA: 30 Kugeln abgefeuert - Polizei erschießt unbewaffneten Afromamerikaner

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Polizei. Symbolbild. 

Polizisten haben im US-Bundesstaat Kalifornien einen unbewaffneten Afroamerikaner erschossen. Die Beamten hätten vor einem Supermarkt in Barstow östlich von Los Angeles 30 Kugeln auf den 26-jährigen Diante Yarber abgefeuert, sagte dessen Anwalt Lee Merritt am Dienstag.

Er beklagte den "institutionellen Rassismus", der zum Tod seines Mandanten geführt habe. Von dem Familienvater und dessen Begleitern sei keine Gefahr ausgegangen.

Nach Angaben der Polizei ermittelten die Beamten wegen Autodiebstahls, Yarber galt demnach als Verdächtiger. Als sie auf dem Supermarktparkplatz eintrafen, habe der 26-Jährige sein Fahrzeug mehrmals in Richtung der Polizisten beschleunigt und dabei zwei Streifenwagen gestreift. Einer der Beamten habe daraufhin das Feuer eröffnet.

Zwei der vier Insassen des Autos wurden festgenommen, später aber wieder freigelassen. Einer der Passagiere wurde mit Schusswunden im Krankenhaus behandelt, wie Anwalt Merritt sagte. Nach seinen Angaben gehörte der Wagen, in dem Yarber saß, dessen Cousin. Er kündigte an, im Namen von Yarbers Familie eine Klage wegen übermäßiger Polizeigewalt einzureichen. Fälle von tödlichen Polizei-Einsätzen gegen Schwarze lösen seit Jahren in den USA immer wieder heftige Proteste bis hin zu Krawallen aus.

AFP

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