Bislang umfangreichste Transplantation

USA: Feuerwehrmann bekommt neues Gesicht

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Vor der Transplantation und danach: Der US-Feuerwehrmann Patrick Hardison war nach einem Einsatz entstellt. Nun hat er ein neues Gesicht, Ohren, Wangen- und Kinnknochen sowie eine neue Nase erhalten (Foto rechts).

New York. Ein im Einsatz schwer entstellter Feuerwehrmann hat eine der bislang umfangreichsten Gesichtstransplantationen erhalten. 100 Spezialisten haben ihn 26 Stunden operiert.

Sie gaben dem 41-jährigen Patrick Hardison ein Gesicht, die obere Schädelhaut, beide Ohren, Wangen- und Kinnknochen sowie eine Nase. Das teilte das Langone Medical Center der New Yorker Universität am Dienstag mit. Als freiwilliger Feuerwehrmann war Hardison im Alter von 27 Jahren in ein Haus gerannt, um eine Frau zu retten, als das Dach einstürzte, berichtet der Sender NBC. Er erlitt nach Klinikangaben starke Verbrennungen im Gesicht, am Hals und am gesamten Oberkörper. Er verlor seine Augenlider, Ohren, Lippen, den größten Teil der Nase und seine Haare.

Patrick Hardison vor den Verletzungen.

Es folgten über 70 Operationen, um die Schmerzen zu lindern, bevor er auf den Transplantationsexperten Eduardo Rodriguez traf. Nach über einem Jahr Vorbereitung wagte dessen Team im August die Operation. Drei Monate danach geht es Hardison gut, auch wenn er noch daran arbeiten muss, seine Kraft und Sprachfähigkeit zu verbessern. „Ich bin meinem Spender und seiner Familie zutiefst dankbar“, sagte Hardison, der im US-Staat Mississippi wohnt. Er sei sich bewusst, welch schwierige Entscheidung die Angehörigen getroffen haben, um ihm zu helfen. „Sie haben mir mehr gegeben als ein neues Gesicht. Sie haben mir ein neues Leben gegeben.“

Einer der bewegendsten Momente für seinen Arzt war, als Hardison nach dem Eingriff das Krankenhaus verließ, um sich neue Kleidung zu kaufen. „Für ihn war es so außergewöhnlich, weil ihn nun niemand mehr anstarrte“, sagte er der US-Zeitung Washington Post. Zuvor hatte Hardison sich nur mit Sonnenbrille und Baseballkappe nach draußen getraut. (dpa)

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