16-Jähriger zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt

Martinsville/ USA - Wegen Schüssen auf einen früheren Mitschüler ist ein 16-Jähriger im US-Staat Indiana zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Zur Begründung erklärte der Richter am Freitag, der Junge habe mit der Tat “der Gemeinde die Unschuld gestohlen“. Der Jugendliche schoss Ende März auf dem Schulgelände zwei Mal auf seinen ehemaligen Klassenkameraden und verletzte ihn schwer.

Kurz vor der Urteilsverkündung hatte sich der Täter in einer langen Erklärung an das Gericht gewandt und dabei auch die schwierigen häuslichen Verhältnisse geschildert. “Ich habe mich von meiner Wut überwältigen lassen“, sagte er. Dann entschuldigte er sich bei dem 15-Jährigen, auf den er geschossen hatte. Er war im vergangenen Monat in einem Prozess nach Erwachsenenrecht wegen versuchten Mordes schuldig gesprochen worden.

Nach Verbüßung seiner Haft steht der Verurteilte weitere fünf Jahre unter Bewährung, wie Richter Thomas Gray anordnete. Er verwies darauf, dass das Opfer über Jahrzehnte an körperlichen Beschwerden leiden werde. Der Anwalt des Verurteilten kündigte an, Rechtsmittel gegen das Urteil und die Entscheidung, den Prozess nach Erwachsenenrecht zu führen, einlegen zu wollen.

Die Schulleiterin sagte im Prozess aus, drei Wochen vor der Tat sei der damals 15-Jährige von der Schule verwiesen worden, nachdem er im Unterricht angekündigt hatte, er werde “die Schule in die Luft jagen“.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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