Astroworld-Festival in Houston

Acht Menschen sterben bei Musik-Festival: Fan verklagt Rapper – „vorhersehbare und vermeidbare Tragödie“

Beim Astroworld-Festival in den USA kommt es zu einer Massenpanik. Acht Menschen sterben. Der Rapper Travis Scott ignorierte offenbar im Vorfeld eine Warnung der Polizei.

Update vom Montag, 08.11.2021, 12.48 Uhr: Nachdem bei einem Musik-Festival des Rappers Travis Scott in den USA acht Menschen gestorben sind, hat ein Fan den Musiker nun verklagt. Der Besucher des Astroworld-Festivals in Houston habe laut der Klageschrift schwere Verletzungen erlitten, als die unkontrollierte Menschenmenge auf dem Konzert ihn zu Boden stieß und niedertrampelte, berichtet CNN. Er verklagt Scott auf eine Million US-Dollar.

Der Anwalt des Klägers bezeichnet das Geschehen laut dem Houston Chronicle als „vorhersehbare und vermeidbare Tragödie“. Scott, sein Plattenlabel und den Veranstalter seien dafür verantwortlich gewesen, das Festival ordnungsgemäß und sicher zu planen und durchzuführen. Scott, der Mitveranstalter des Festivals ist, äußerte sich nicht zu der Klage. Auf Instagram veröffentlichte der Rapper jedoch ein Video. Er sei „am Boden zerstört“, sagte Scott.

Nach Informationen der New York Times soll Scott jedoch bereits vor dem Festival vor einer möglichen Massenpanik gewarnt worden sein. Der Polizeichef von Houston hatte Scott demnach am Freitag vor der Show in seinem Trailer besucht und Bedenken geäußert, das berichtete laut Angaben der US-Zeitung eine Person, die an dem Treffen teilgenommen hatte. Während einer Massenpanik beim Astroworld-Festival wurden acht Menschen getötet, mehr als 300 wurden verletzt. Bereits am Nachmittag hatten Tausende Menschen die Einlasskontrollen gestürmt. Laut Angaben der Polizei Houston wurde eine Untersuchung eingeleitet.

Acht Menschen sterben bei Musik-Festival: Verhalten des Publikums sorgt für Entsetzen

Update vom Sonntag, 07.11.2021, 10.10 Uhr: Unter den acht Menschen, die bei einer Massenpanik auf dem Musik-Festival Astroworld in Houston (Texas) ums Leben gekommen sind, sind der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zufolge zwei Jugendliche im Alter von 14 und 16 Jahren. Die weiteren Opfer seien zwischen 21 und 25 Jahre alt gewesen. 25 Menschen seien in Kliniken gebracht worden, über 300 mussten in einem Feldhospital an dem Festivalgelände versorgt werden. Dies gab der Bürgermeister von Houston, Sylvester Turner, am Samstagnachmittag (06.11.2021) bekannt.

Wie es zu dem tragischen Unglück gekommen ist, werde man nun klären. Mit 50.000 Menschen war das Astroworld-Festival laut Angaben des Veranstalters komplett ausverkauft. Bereits vor dem Auftritt des US-Rappers Travis Scott ist es zu einem Massenandrang gekommen. Wie auf Videoaufnahmen zu erkennen ist, strömten hunderte Menschen in Richtung Bühne, rissen Zäune um und stürzten über andere Festivalbesucherinnen und -besucher. Das Sicherheitspersonal und die Polizisten seien mit der Masse an Menschen schlichtweg überfordert gewesen. Daher gelangten wohl mehr Fans des Musikers auf das Gelände als vorgesehen.

Während des Auftritts von Travis Scott spitzte sich die Lage zu: Menschen seien von der Menge vor die Bühne gedrückt worden, hätten keine Luft mehr bekommen und fielen schließlich in Ohnmacht. Doch nicht nur der Veranstalter steht in der Kritik, sondern auch das Verhalten der Festivalbesucherinnen und -besucher. Bilder zeigen unter anderem Krankenwagen, die von dem Publikum blockiert wurden und Menschen, die sogar auf die Dächer der Fahrzeuge kletterten, um ausgelassen weiterzufeiern.

Tragödie in den USA: Massenpanik bei Musik-Festival fordert acht Tote - Rapper äußert sich

Update vom Samstag, 06.11.2021, 20.52 Uhr: Nachdem am Freitagabend (05.11.2021) mindestens acht Menschen während einer Massenpanik auf einem Musik-Festival in Houston (Texas) starben, berichten nun erste Augenzeuginnen und Augenzeugen.

Festival-Besucherin Sarai S. erklärte dem US-amerikanischen Nachrichtensender CNN, dass sie für einen Moment während des Konzerts dachte, ihr Ende sei gekommen. „Ich wurde mindestens 15 Minuten einfach herumgestoßen“, so die junge Frau. Sie habe anschließend eine 17-Jährige gesehen, die aus der Menge getragen wurde. Zudem einen 14-Jährigen, der nicht mehr atmen konnte. Sie habe sich gefühlt, als ob sie in einem „Pool gefüllt mit Menschen“ ertrinken würde.

Rapper Travis Scott, der die Veranstaltung organisiert hatte und während dessen Auftritt es zu der Panik kam, meldete sich ebenfalls zu Wort. Auf Twitter schreibt der 29-Jährige, dass er am Boden zerstört sei. „Meine Gebete gehen hinaus zu den Familien und all denen, die von den Ereignissen des Astroworld Festivals betroffen sind.“ Er arbeite mit allen Behörden zusammen, um diesem tragischen Vorfall auf den Grund zu gehen.

Houston: Mindestens acht Personen sterben auf Musik-Festival

Erstmeldung vom Samstag, 06.11.2021, 10.21 Uhr: Houston/Kassel – Bei einem Musik-Festival in Houston (Bundesstaat Texas) sind laut US-Medienberichten mindestens acht Personen um Leben gekommen. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher seien zudem verletzt worden.

Die genauen Umstände der Tragödie auf dem Astroworld-Festival waren zunächst unklar, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Nun habe sich herausgestellt, dass ein Massenandrang wegen eines Konzerts des Rappers Travis Scott der Grund für das Unglück gewesen sei.

Tragödie in den USA: Massenpanik auf Musik-Festival

„Die Menge begann sich vor der Bühne zusammenzudrängen, was eine Panik auslöste und zu Verletzungen führte“, sagte der Chef der Feuerwehr, Samuel Peña. 17 Menschen seien ins Krankenhaus gebracht worden - elf von ihnen hätten einen Herzstillstand erlitten. Das berichtet der Houston Chronicle.

Bei einem Konzert des US-Rappers Travis Scott auf dem Musik-Festival Astroworld in Houston (USA) sterben mindestens acht Menschen. (Archivfoto)

Bevor die Massenpanik ausgebrochen sei, soll Travis Scott seinen Auftritt immer wieder kurzzeitig unterbrochen und auf Fans in den ersten Reihen hingewiesen haben, die Hilfe gebraucht hätten.

Der zweite Tag des Festivals, der am Samstag (06.11.2021) stattfinden sollte, ist abgesagt worden. Neben dem berühmten Rapper sollten zudem Künstler wie SZA und Bad Bunny dort auftreten. Eine Stellungnahme zu den Ereignissen vor Ort liege von dem Veranstalter noch nicht vor. (as) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Bei Dreharbeiten in den USA kam es vor kurzem zu einem tragischen Unglück*. Der US-Schauspieler Alec Baldwin erschoss eine Kamerafrau.

Rubriklistenbild: © Jamaal Ellis/dpa/Houston Chronicle/AP

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