In den USA

Sieben Tote bei Amoklauf in Sikh-Tempel

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Bei einer Schießerei in einem Sikh-Tempel in den USA sind sieben Menschen getötet worden.

Oak Tree - Wieder ein Amoklauf in den USA: Bei einem Angriff auf einen Tempel der Glaubensgemeinschaft der Sikhs sind am Sonntag im Staat Wisconsin sieben Menschen getötet worden, darunter der mutmaßliche Täter.

Nach Angaben der Polizei schoss der Mann sofort auf den ersten Polizisten, der am Tatort in Oak Tree eintraf, einem Ort bei Milwaukee. Der Beamte, der selbst mehrmals getroffen wurde, habe zurückgeschossen und den Täter tödlich getroffen.

Über das Motiv für den Angriff auf den Tempel, in dem sich mehrere Dutzend Gläubige zum Gebet versammelt hatten, konnte Einsatzleiter Bradley Wentland zunächst keine Angaben machen. Die Polizei gehe nach der Durchsuchung des Tempels nicht davon aus, dass es einen weiteren Täter gebe. Nach seinen Informationen seien zwei Menschen, darunter der angeschossene Polizist, in ein Krankenhaus gebracht worden, sagte Wentland weiter. Eine Krankenhaussprecherin teilte dagegen mit, es würden in dem örtlichen Trauma-Zentrum drei Opfer behandelt.

Der 21-jährige Sunny Singh aus Milwaukee berichtete, ein Freund von ihm sei auf den Parkplatz des Tempels gefahren, habe Schüsse gehört und zwei Menschen hinfallen sehen. Der Angreifer habe dann nach Beobachtung des Freundes seine Waffe neu geladen und sei in den Tempel gegangen. Wentland sagte, vor dem Tempel seien zwei, darin vier von dem Angreifer getötete Menschen gefunden worden.

Der Sikhismus ist eine im 15. Jahrhundert in Indien entstandene monotheistische Religion. Sie hat weltweit 27 Millionen Anhänger. Gläubige Sikhs lassen sich nicht ihr Haar schneiden und tragen Bärte. Nach Angaben der in Washington ansässigen Sikh-Coalition wurden in den USA seit den Anschlägen vom 11. September 2001 mehr als 700 Gewalttaten gegen Sikhs in den USA verzeichnet. Einige Menschenrechtsaktivisten verweisen darauf, dass Sikhs wegen ihrer Bärte und Turbane oft mit Muslimen verwechselt werden.

dapd

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