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Langstreckenflug plötzlich unterbrochen: Flieger muss wegen Masken-Verweigerin umkehren

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Von: Isabel Wetzel

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Eine Boeing 737 der Fluggesellschaft American Airlines im Landeanflug.
Eine Passagierin sorgte an Board einer American Airlines-Maschine für Aufregung. © H. Rick Bamman/dpa

Weil eine Frau partout ihre Corona-Maske nicht tragen will, kehrt ein Flugzeug der American Airlines nach fast zwei Stunden über dem Atlantik um und fliegt zurück.

Miami – Diese Reise hatten sich die Passagiere einer Boeing 777 der American Airlines sicherlich anders vorgestellt. Ist das Flugzeug erst einmal in der Luft, kann ja nicht mehr viel schiefgehen – meint man. Doch die Fluggäste auf dem Weg von Miami nach London wurden am Donnerstag (20.01.2022) eines Besseren belehrt, als der Flieger, in dem sie saßen, plötzlich mitten im Flug wendete und zurück nach Miami flog.

Der Grund: Ein Passagier weigerte sich vehement, eine FFP2-Maske entsprechend der Corona-Verordnung* zu tragen. Die Fluggesellschaft teilte mit, dass der Flieger noch vor der Überquerung der Bermudas umkehren musste, weil „ein störender Kunde sich weigerte, die vorgeschriebene Maske zu tragen“. Der eigentlich acht Stunden lange Flug endete für Crew und Passagiere nun also bereits nach drei Stunden in Miami statt in London.

Eine Stunde und 48 Minuten war das Flugzeug nach Angaben der Airline schon unterwegs, als es umkehren musste.
Eine Stunde und 48 Minuten war das Flugzeug nach Angaben der Airline schon unterwegs, als es umkehren musste. © Flightradar24

Corona-Zwischenfall im Flugzeug: Polizei empfängt Maskenverweigerin nach Landung

In Miami wartete auch bereits die Polizei auf die Maskenverweigerin. Die Beamten begleiteten die Passagierin ohne Zwischenfälle von Bord, sagte ein Polizeibeamter dem US-Sender CNN. Das Flugzeug hatte insgesamt 129 Passagiere und 14 Besatzungsmitglieder an Bord.

Der Flug wurde schließlich annulliert und die Airline veröffentlichte kurz darauf ein Statement, in dem sie sich bei der Crew für die Professionalität bedankte und sich bei den Passagieren für den unangenehmen Zwischenfall entschuldigte. Die Kunden wurden alle auf andere Flüge umgebucht, erklärte ein Sprecher später gegenüber Dailymail. Viele konnten erst am nächsten Tag weiterreisen und wurden in Hotels untergebracht.

Die Frau wurde mindestens bis zum Abschluss der Untersuchung des Vorfalls auf eine „schwarze Liste“ gesetzt und darf bis auf Weiteres nicht mehr mit der Fluggesellschaft fliegen. Welche rechtlichen Konsequenzen ihr drohen, ist noch unklar.

Corona-Maske im Flugzeug: Luftfahrbehörde fährt „Null-Toleranz-Politik“

Die US-Luftfahrtbehörde FAA hatte im Januar vergangenen Jahres eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Verstößen gegen die Corona-Verordnung ausgesprochen. Zuvor hatten zahlreiche Flugbegleiter über verbale und körperliche Übergriffe durch Reisende berichtet, die sich weigerten, Vorschriften wie die Maskenpflicht zu befolgen.

Auch in Deutschland kommt es immer wieder zu Zwischenfällen wegen der Corona-Regeln in Flugzeugen. Am Flughafen Frankfurt* hat die Lufthansa kürzlich eine ganze Familie aus dem Flugzeug geworfen, weil ein Kind (2) keine Maske trug*. (iwe/afp)

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