Tatort Familie

Vater misshandelt zweijährige Tochter - kein Einzelfall

Ein Vater wurde in Lübeck zu elf Jahren Haft verurteilt, weil er gemeinsam mit einem weiteren Mann seine Zweijährige Tochter über Monate hinweg vergewaltigt hatte. Dies ist leider kein Einzelfall.

Lübeck - Väter, die ihre Kleinkinder vergewaltigen, und Mütter, die wegschauen: Experten zufolge ist die Familie der Haupttatort für sexuellen Kindesmissbrauch. Fünf Fälle:

Mai 2016: Aus Eifersucht quälte ein junger Vater seinen 19 Tage alten Sohn, missbrauchte und ermordete ihn. Dafür verurteilt das Landgericht Mönchengladbach (NRW) den Mann zu lebenslanger Haft. Die Mutter schritt nicht ein. Das Urteil für sie: zwei Jahre Haft auf Bewährung.

Oktober 2014: Knapp zwei Jahre alt war das Mädchen, als es vom Vater sexuell missbraucht wurde. Außerdem stellte er Nacktaufnahmen seiner Tochter ins Internet. Das Landgericht Schwerin verurteilt den 30-Jährigen zu drei Jahren und neun Monaten Haft.

April 2014: Er ließ seine siebenjährige Tochter für Pornobilder posieren und bot sie einem Bekannten für Sex an: Zwei Jahre und neun Monate Haft lautet das Urteil des Landgerichts Gera (Thüringen) für den Vater.

Oktober 2012: Im Prozess um den Tod der vier Monate alten Amy verurteilt das Landgericht Bielefeld den 26-jährigen Täter wegen Mordes zu lebenslanger Haft. Er hatte das Baby seiner Freundin vergewaltigt und so geschlagen, dass Milz und Leber einrissen.

Juni 2012: Betrunken missbrauchte er seinen Sohn und prügelte ihn zu Tode. Zehn Jahre Haft wegen Totschlags, urteilt das Landgericht Bielefeld. Der 28 Jahre alte Alkoholabhängige lebte von der Mutter des Kindes getrennt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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