Vatikan ruft Botschafter aus Irland zurück

Rom/Dublin - Wegen eines Skandals um Kindesmissbrauch durch katholische Priester in Irland hat der Vatikan seinen Botschafter in Dublin nach Rom zurückgerufen.

Dies berichtete der vatikanische Rundfunk am Montag. Der irische Außenminister Eamon Gilmore hatte den päpstlichen Botschafter Erzbischof Giuseppe Leanza vor zwei Wochen einbestellt und eine offizielle Stellungnahme des Vatikans gefordert.

Eine kürzlich veröffentlichte Untersuchung hatte ergeben, dass die katholische Kirche in Rom den irischen Bischöfen in einem Schreiben 1997 davon abgeraten hatte, pädophile Priester der Polizei zu melden. Selbst 2008 wurden den Ermittlern zufolge noch Beweise zurückgehalten. Der Vatikan hat erklärt, er werde sich zu “gegebener Zeit“ äußern, hat dies aber bislang nicht getan. Das irische Parlament kritisierte den Vatikan wegen dessen Rolle bei der Vertuschung von Kindesmissbrauch in der vergangenen Woche scharf.

 dapd

Rubriklistenbild: © dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.