Peinliche Fehlprägung auf Münze

Vatikan schreibt Jesus mit "L"

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So sieht die Fehlprägung des Vatikan aus.

Rom - Bei der Ausgabe der ersten Gedenkmedaille zu Ehren von Papst Franziskus ist es zu einem peinlichen Zwischenfall gekommen: Auf der Münze ist ein Rechtschreibfehler.

Niemand ist unfehlbar - das hat der Vatikan bei der Ausgabe der ersten Medaillen mit dem Abbild von Papst Franziskus nun feststellen müssen. Findige Sucher entdeckten auf der Münze einen Rechtschreibfehler. Die Medaille ist mit dem lateinischen Schriftzug "VIDIT ERGO IESUS PUBLICANUM ET QUIA MISERANDO ATQUE ELIGENDO VIDIT, AIT ILLI SEQUERE ME" versehen. Der "Osservatore Romano" übersetzt das mit: "Jesus sah den Zöllner, und weil er ihn mit dem Blick des Erbarmens und der Erwählung anschaute, sprach er zu ihm: Folge mir nach!" Aus diesem Predigt-Zitat des Beda Venerabilis, eines Heiligen aus dem Mittelalter, ist das Leitmotiv von Papst Franziskus abgeleitet.

Der barmherzige Lesus

Auf der Prägung ist allerdings das "I" mit dem "L" vertauscht worden, daher ist dort nun das Wort "LESUS" statt "JESUS" zu lesen. Möglicherweise wurde das große I, das ja aussieht wie das kleine l, bei der Übertragung in Großbuchstaben übersehen. 

Die italienische Münzanstalt wies die Schuld weit von sich, der Entwurf sei aus dem Vatikan so bei ihnen abgeliefert worden. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, sind bereits vier Exemplare der fehlerhaften Ehremedaillen verkauft worden.

Die Ausgabe von weiteren Münzen konnte der Vatikan erfolgreich verhindern. Sammlerherzen schlagen angesichts dieser limitierten Auflage nun höher, denn der ursprüngliche Preis dürfte sich durch den Fehler um ein Vielfaches in die Höhe schrauben.

VF

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