Papst unbeirrbar 

Vatikan: Wiederheirat bleibt Sünde

Rom - Der Vatikan hat dem deutschen Vorstoß zu mehr Rechten für wiederverheiratete Geschiedene erneut eine Absage erteilt.

Die Frage müsse „im Einklang mit der katholischen Lehre über die Ehe erörtert werden“, schrieb der Präfekt der Glaubenskongregation, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, in einem Artikel, den die Vatikan- Zeitung „Osservatore Romano“ am Dienstag veröffentlichte. Eine Zulassung von Geschiedenen zu den Sakramenten sei „aus ihrer inneren Natur heraus nicht möglich.“ Der Text war bereits im Juni erschienen, Papst Franziskus stimmte der erneuten Publikation nun ausdrücklich zu, wie Radio Vatikan berichtete.

Die katholische Kirche in Deutschland ringt schon länger um einen anderen Umgang mit Geschiedenen. Vor zwei Wochen hatte das Seelsorgeamt des Erzbistums Freiburg angekündigt, geschiedenen Katholiken nach erneuter Heirat nicht mehr grundsätzlich die Kommunion und anderen Sakramente zu verwehren. Eine Wiederheirat nach einer Scheidung gilt in der katholischen Lehre als Sünde.

Müller erteilt in seinem Artikel den Argumenten der Gewissensentscheidung und der Barmherzigkeit eine Absage. Der Vatikan hatte bereits unmittelbar nach dem Freiburger Vorstoß zurückhaltend reagiert. Zudem hatte Papst Franziskus für Oktober 2014 eine Sonderbischofssynode zum Thema Familie einberufen.

dpa

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa (Symbolbild)

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