Venezianer tragen ihre Stadt zu Grabe

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Venedig darf nicht sterben - deswegen feierten die Bewohner der Lagunenstadt ein symbolisches Begräbnis.

Venedig - Mit einem symbolischen Begräbnis hat Venedig am Samstag den Einwohnerschwund im historischen Stadtkern beklagt.

Die Bevölkerungszahl dort ist in den vergangenen Wochen unter die Schwelle von 60.000 gesunken, und viele fürchten, dass ihre Stadt zu einem lebenden Museum wird.

Mit Gondeln zogen einige Dutzend Einwohner der Altstadt den Canale Grande entlang bis zum Rathaus. An der Spitze fuhr eine Gondel, auf der ein symbolischer Sarg drapiert war. Vor dem Rathaus schlossen sich hunderte weitere Venezier der Kundgebung an - und äußerten ihre Hoffnung auf die Wiederauferstehung ihrer Stadt: Aus dem Blumen geschmückten Sarg wurde eine Phoenix-Flagge geholt. Mit Sekt stießen die Menschen dann auf die Zukunft Venedigs an.

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Auch die Stadtverwaltung hält die Todesglocken für Venedig für verfrüht. Am Donnerstag sei die Zahl der Einwohner sogar wieder auf über 60.000 gestiegen, hieß es. Die Leiterin der demographischen Abteilung in der Stadtverwaltung, Mara Rumiz, erklärte aber auch, Venedig müsse der Entwicklung widerstehen, zu einem bloßen Touristenziel zu werden. Zwar gebe es auf den vorgelagerten Inseln wie Murano und Lido noch weitere 120.000 Einwohner. Es sei aber wichtig, dass Venedig auch wieder neue Bewohner anziehe, sagte sie am Freitag.

AP

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