Wolkenkratzer steht jetzt schief

Erdbeben der Stärke 7,3 erschüttert Venezuela

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Ein verlassener, unfertiger Wolkenkratzer, bekannt als “Torre de David“ (auf deutsch: „Turm des David“), zeigt eine Neigung in den oberen Stockwerken, wo die Säulen exponiert sind, nachdem ein starkes Erdbeben der Stärke 7,3 die Küste im Nordosten Venezuelas erschüttert hat.

Der heftige Erdstoß versetzt die Menschen in Venezuela und Kolumbien in helle Aufregung. Trotz der enormen Kraft des Bebens gibt es wohl keine Opfer oder nennenswerten Schäden.

Ein heftiges Erdbeben der Stärke 7,3 hat die Küste im Nordosten von Venezuela erschüttert. Das Zentrum des Bebens lag 20 Kilometer nordnordwestlich der Ortschaft Yaguaraparo im Bundesstaat Sucre in einer Tiefe von 123 Kilometern, wie die US-Erdbebenwarte USGS am Dienstag (Ortszeit) mitteilte. Die venezolanische Erdbebenwarte gab die Stärke des Erdstoßes mit 6,3 an. Nach der Auswertung aller Daten teilte das US-Tsunami-Zentrum mit, es bestehe keine Tsunami-Gefahr.

„Das war ein Riesenschreck. Der Boden hat sich wie auf einem Schiff bewegt“, berichtete eine Reporterin der Zeitung „El Universal“ aus Irapa nahe dem Zentrum des Bebens. „An einigen Gebäuden gibt es Risse in den Wänden.“

Zum Zeitpunkt des Erdbebens in Venezuela am 21.08. gegen 17.30 Uhr waren viele Menschen auf dem Rückweg von der Arbeit.

Trotz der enormen Stärke des Erdstoßes gab es offenbar keine Opfer oder schweren Schäden. „Wir sind mit den Gouverneuren aller Bundesstaaten in Kontakt, wo das Beben zu spüren war. Glücklicherweise sind keine Menschen ums Leben gekommen und es gab auch keine nennenswerten Schäden“, sagte Vizepräsidentin Delcy Rodríguez.

Innenminister Néstor Reverol sagte, das Erdbeben sei in mehreren Regionen des südamerikanischen Landes zu spüren gewesen, darunter in Anzoátegui, Monagas und Carabobo und selbst in der knapp 600 Kilometer entfernten Hauptstadt Caracas. Menschen verließen in Panik ihre Häuser. Zahlreiche Gebäude wurden evakuiert.

Nach dem Erdbeben in Venezuala: Der „Turm des David“ zeigt eine Neigung.

„Wir haben alle Einsatzkräfte aktiviert. Bislang gibt es keine Opfer“, sagte er. Er werde sich mit den Bürgermeistern und Gouverneuren der betroffenen Regionen in Verbindung setzen und Berichte über eventuelle Schäden anfordern. Reverol rief die Bevölkerung zur Ruhe auf. „Das ist eine Situation, in der man mit viel Bedacht handeln muss“, sagte der Innenminister.

Katastrophenschutz-Helfer und ein Suchhund stehen auf einer Straße in der Nähe des Wolkenkratzers „Turm des David“, nachdem ein starkes Erdbeben der Stärke 7,3 die Küste im Nordosten Venezuelas erschüttert hat.

Auch im Nachbarland Kolumbien schreckte das Beben die Menschen auf. Im historischen Zentrum der Hauptstadt Bogotá wurden eine Reihe von Gebäuden evakuiert. Der Internationale Flughafen El Dorado wurde für eine Überprüfung der Start- und Landebahnen kurzfristig geschlossen. Die kolumbianische Schiffsfahrtbehörde schloss eine Tsunami-Warnung für die Küstengewässer aus.

Derzeit leidet Venezuela unter einer schweren Wirtschaftskrise. Angesichts gravierender Versorgungsengpässe flüchteten nach UN-Angaben bereits mehr als zwei Millionen Menschen außer Landes.

afp

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