Urteil

Haftstrafe für SMS-Verabredung zum Mord

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Einer der Angeklagten im Landgericht Ellwangen (Baden-Württemberg).

Ellwangen - Wegen einer makabren Verabredung zu Missbrauch und Mord per SMS-Chat, ist ein Baden-Württemberger zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden. Zwei weitere Angeklagte wurden freigesprochen.

Weil er bereit war, seine Ex-Freundin und seine Nachbarin zu vergewaltigen, ist ein Baden-Württemberger zu drei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt worden. Zwei weitere Angeklagte aus Bayern und Nordrhein-Westfalen wurden vom Vorwurf der Verabredung zu Mord und Vergewaltigung freigesprochen, wie der Vorsitzende Richter am Mittwoch am Landgericht Ellwangen verkündete. Die 54 Jahre alten Männer erhielten allerdings Bewährungsstrafen für den Besitz von kinderpornografischen Bildern und Videos.

Das Gericht musste in dem heiklen Fall darüber befinden, ob die Verabredung zu den Verbrechen per SMS ernst war oder nicht. Die Anklage hatte langjährige Haftstrafen für alle drei gefordert. Die Kammer war aber nur davon überzeugt, dass der 41-Jahre alte Heidenheimer ernsthaft bereit dazu war, seine Ex-Freundin und seine Nachbarin zu vergewaltigen. Sein Motiv war demnach eine Verknüpfung von seinen sexuellen Fantasien und Rache an seiner früheren Partnerin.

dpa

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