Bsirske rechtfertigt Streikdrohung

Verdi: Schlichterspruch für Kitas reicht nicht

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Der Verdi-Bundesvorsitzende Frank Bsirske teilt auf einer Pressekonferenz das Ergebnis der Mitgliederbefragung mit.

Düsseldorf - Verdi-Chef Bsirske hat die erneute Streikdrohung im Tarifkonflikt bei den kommunalen Kitas verteidigt. Nun könnte es wieder zu Streiks kommen.

Verdi-Chef Frank Bsirske hat die erneute Streikdrohung im Tarifkonflikt bei den kommunalen Kitas verteidigt. Der Schlichterspruch reiche für die überfällige Aufwertung der Arbeit von Erziehern und Sozialarbeitern nicht aus, sagte Bsirske am Montag in Düsseldorf. Die Empfehlung der Schlichter, die zwischen 2 und 4,5 Prozent mehr Geld vorsah, war bei den Gewerkschaftsmitgliedern durchgefallen.

Knapp 70 Prozent der betroffenen Verdi-Mitglieder hatten in einer Befragung den Schlichterspruch von Ende Juni abgelehnt. Die Gewerkschaften hatten eine Aufwertung der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst durch bessere Eingruppierungen gefordert - im Schnitt etwa 10 Prozent Plus.

Bsirkse räumte ein, dass die Gewerkschaftsvertreter bei den Schlichtungsgesprächen der Empfehlung mit großer Mehrheit zugestimmt hatten. "Wir haben das Ergebnis für abschlussfähiger gehalten, als es das dann tatsächlich war", sagte er. Für die nächsten Verhandlungen an diesem Donnerstag in Offenbach hatte Bsirske ein verbessertes Angebot der Arbeitgeber gefordert. Das lehnten die Arbeitgeber ab.

Streiks erst nach den Sommerferien

Verdi will aber zu neuen Streiks aufrufen, wenn die Schulferien in Bayern und Baden- Württemberg Mitte September vorbei sind. Die Streiks sollten deutschlandweit einheitlich organisiert werden, erfuhr die "Rheinische Post".

dpa

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