Zusammen mit seinem Opfer

Vergewaltiger (17) lebendig begraben

La Paz - In Bolivien haben Dorfbewohner einen 17 Jahre alten Vergewaltiger und Mörder bei lebendigem Leib begraben. Sie legten ihn unter den Sarg seines Opfers und schütteten das Grab zu.

Dorfbewohner im Süden Bolivien haben einen Mann im Grab der Frau lebendig begraben, die er mutmaßlich vergewaltigt und ermordet hatte. Den grausamen Fall von Selbstjustiz berichteten am Donnerstag ein Staatsanwalt und ein Reporter eines Indio-Radiosenders, der seinen Namen aus Furcht vor Repressalien nicht genannt wissen wollte.

Die Polizei hatte den 17-jährigen Santos Ramos als mutmaßlichen Mörder der 35-jährigen Leandra Arias Janco in einer Quechua-Siedlung nahe dem Ort Colquechaca identifiziert. Das teilte der Oberstaatsanwalt der Provinz Potosi, Jose Luis Barrios, mit. Daraufhin hätten mehr als 200 Einwohner der Siedlung Ramos in ihre Gewalt gebracht und ihn am Mittwochabend mit seinem mutmaßlichen Opfer bei lebendigem Leib begraben, sagte Barrios. Am Donnerstag hätten sie die Straße zu ihren Dorf blockiert und verhindert, dass Polizisten und Staatsanwälte es erreichten.

Der Radioreporter sagte, Ramos sei bei der Beerdigung der Frau gefesselt worden. Die Trauernden hätten ihn dann in das offene Grab gestoßen, den Sarg auf ihn gelegt und es mit Erde aufgefüllt. In einer anderen Quechua-Siedlung in Potosi seien am Mittwoch ein mutmaßlicher Dieb von Ureinwohnern gesteinigt und sein mutmaßlicher Komplize lebenig verbrannt worden, sagte Barrios.

AP

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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