Amoklauf von Winnenden

Vergleich: Vater von Amokläufer einigt sich mit Unfallkasse

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Kreidespuren zeigen den Umriss des Amokläufers Tim K. vor einem Autohaus im baden-württembergischen Wendlingen. Foto: Ronald Wittek/Archiv

Stuttgart (dpa) - Der Vater des Amokläufers von Winnenden muss für einen Teil der Behandlungskosten von Opfern und Hinterbliebenen der Tat aufkommen. Der Vater von Tim K. schloss mit der Unfallkasse Baden-Württemberg einen entsprechenden außergerichtlichen Vergleich, wie ein Sprecher in Stuttgart mitteilte.

Demnach verpflichtet sich der Mann, an die Unfallkasse 500 000 Euro zu zahlen. Damit seien dann alle Ansprüche für die Heilbehandlung und Therapien von betroffenen Lehrern und Schülern abgegolten.

Der Vater habe aber darauf hingewiesen, dass er im Moment kein Geld habe. Die Unfallkasse sei aber trotzdem auf den Vergleich eingegangen, um einen vollstreckbaren Titel zu besitzen, sagte deren Sprecher weiter. Zunächst hatten der SWR und die "Südwest Presse" über das Thema berichtet.

Der 17-jährige Tim K. hatte im Jahr 2009 an seiner ehemaligen Schule in Winnenden und auf der Flucht in Wendlingen 15 Menschen und sich selbst erschossen. Die Tatwaffe hatte der Vater, ein passionierter Sportschütze, unverschlossen im Schlafzimmer aufbewahrt. Er ist deswegen zu einer 18-monatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden.

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