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Verhaltensregeln beugen Konflikten in der Grundschule vor

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Ordnung, Benehmen, Pünklichkeit: Diese Themen sorgen in Schulen oft für Streit. Feste Regeln können dem vorbeugen. Foto: Mascha Brichta/dpa-tmn

Kommt das Kind in die Grundschule, ist das auch für Eltern ein großer Schritt. Wohl alle wünschen sich, dass der Austausch mit den Lehrern einwandfrei funktioniert. Wo gibt es öfter Probleme - und wie lassen sie sich verhindern?

Stuttgart (dpa/tmn) - Pünktlichkeit, Höflichkeit oder das Thema Ordnung: Es sind häufig diese Themen, an denen sich Konflikte in der Grundschule zwischen Eltern und Lehrern entzünden.

Da ist ein Kind, das ständig zu spät in der Schule erscheint und ein anderes, das oft Schimpfwörter benutzt. "Gut ist hier, wenn die Schule einen Verhaltenskodex hat, auf den sich Eltern und Lehrer verständigt haben", sagte Gerhard Freund vom Verband Bildung und Erziehung Landesverband Baden-Württemberg auf der Bildungsmesse Didacta (14. bis 18. Februar) in Stuttgart. Einige Grundschulen hätten so etwas inzwischen. Viele Schwierigkeiten tauchten dann erst gar nicht auf.

Der Kodex an einer Schule kann zum Beispiel von Elternvertretern und Lehrern gemeinsam entwickelt werden, erläutert Freund. Darin kann eine Regel stehen, dass die Kinder den Klassenraum immer sauber verlassen. Vor der Einschulung wird dann bei einem Elternabend der Kodex vorgestellt. Der Vorteil: Kommt es zu Problemen, kann man erst einmal gucken - haben sich das Kind, die Eltern oder der Lehrer nach diesen Regeln falsch verhalten?

Es gibt aber auch andere Problemfelder. Das kann zum Beispiel sein, dass eine Gruppe von Kindern andere immer wieder ärgert. In diesem Fall sei es wichtig, den Lehrer möglichst schnell anzusprechen. "Häufig wenden sich Eltern erst an andere Eltern", sagte Freund. Zum Teil würden über Wochen Nachrichten zwischen Eltern hin- und hergeschickt. Erfahren Lehrer von der Problematik, ist der Konflikt mitunter schon eskaliert.

Didacta 2017

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