Zwei Wochen lang

Bundesweite ÖPNV-Aktion: Besitzer von Abo-Karten fahren im September gratis Bus und Bahn

Jemand steht mit einem Rucksack am Bahnhof zwischen zwei Zügen.
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Zwei Wochen lang dürfen alle Abonnenten des ÖPNV in Deutschland gratis fahren.

Als Dankeschön für ihre Treue während der Krise ermöglichen viele deutsche ÖPNV-Unternehmen ihren Abonnenten im September kostenlose Fahrten durch die ganze Bundesrepublik.

Berlin - Verkehrsverbünde wurden von der Corona-Krise schwer getroffen. Fahrgäste blieben aus und Abonnements wurden reihenweise gekündigt. Um Kunden zurückzugewinnen, lässt sich die ÖPNV-Branche jetzt einiges einfallen. Beispielsweise der Karlsruher KVV ermöglicht seinen Kunden zwei Wochen lang kostenlose Fahrt* in Deutschland (BW24* berichtete).

Neben vielen weiteren regionalen und landesweiten Aktivitäten wird nun auch eine bundesweite Aktion umgesetzt. Vom 13. bis 26. September dürfen alle, die ein gültiges ÖPNV-Abo besitzen, ohne zusätzliche Kosten alle Nahverkehrsangebote in Deutschland nutzen. Wie der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) mitteilte, soll dadurch das Vertrauen der Kunden in Bus und Bahn „wieder nachhaltig gestärkt“ werden.

ÖPNV in Deutschland: Branche hat sich noch lange nicht erholt

Im Rahmen der bundesweiten Gemeinschaftskampagne #besserweiter, die von Bund, Ländern, Verbänden und Verkehrsunternehmen durchgesetzt wird, sollen nach den schweren Corona-Folgen für Bus und Bahn* wieder Anreize geschaffen werden, den ÖPNV zu nutzen.

Aktuell liegen die Fahrgastzahlen laut VDV zumindest in den Großstädten und Ballungsräumen wieder bei etwa 60 Prozent des Vorkrisenniveaus. Im zweiten Lockdown Ende 2020 waren nur circa 40 Prozent der sonst üblichen Fahrgäste mit dem ÖPNV unterwegs. Dennoch ist die Branche offenbar weit entfernt vom Fahrgastniveau im Jahr 2019. Anhaltende Kurzarbeit, eingeschränkte Schulöffnungen und fehlende Großveranstaltungen tun ihr Übriges.

„Digitalisierung, Homeoffice und auch die Unsicherheit vor möglichen Ansteckungen, vor allem zu Beginn der Pandemie, haben zu einer Zunahme von individueller statt geteilter Mobilität geführt“, sagt Ingo Wortmann, Präsident des Branchenverbands VDV. „Zudem haben unsere Fahrgäste, die auch während der vergangenen 15 Monate mit uns gefahren sind, höhere Qualitätsansprüche bezüglich der Abstände im Fahrzeug oder bei der Reinigung.“ Mit den Veränderungen müsse man umgehen.

ÖPNV in Deutschland: Maskenpflicht wird noch eine Weile bestehen bleiben

Gute Nachricht für alle, die beim Bahn fahren in der Corona-Zeit noch skeptisch sind: Laut einer Corona-Studie ist die Infektionsgefahr in Bus und Bahn nicht höher als im Auto. * Von der Maskenpflicht wollen sich viele ÖPNV-Betreiber aber erstmal nicht verabschieden*.

„Aus unserer Sicht ist dies immer noch eine angemessene Maßnahme, die auch bei den Fahrgästen auf hohe Akzeptanz stößt“, sagte beispielsweise ein Sprecher des Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS), gegenüber der Stuttgarter Zeitung. *BW24 ist ein Angebot von Ippen.Media.

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