Nach tödlicher Attacke - Stillstand in Brüssel

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Stummer Marsch für den gewaltsam getöteten Kollegen in Brüssel.

Brüssel - Drei Tage nach der tödlichen Attacke auf einen Mitarbeiter des Brüsseler Nahverkehrsunternehmens haben in der belgischen Hauptstadt weiterhin fast alle Busse und Bahnen stillgestanden.

Die STIB-Angestellten hatten ihre Arbeit am Samstag niedergelegt, nachdem einer ihrer Kollegen getötet worden war. Die Betriebsleitung rief am Dienstag - nach umfangreichen Zusagen zur Verbesserung der Sicherheit - zur Wiederaufnahme der Arbeit auf. Am Morgen waren vereinzelt U-Bahnen gefahren, doch am Dienstagmittag herrschte wieder Stillstand.

Die Gewerkschaften wollten indes ihre Mitarbeiter über die Ergebnisse des Treffens mit Belgiens Innenministerin Joëlle Milquet und anderen Politikern am Montag informieren. Für den Nachmittag sei eine Generalversammlung der STIB geplant, meldete der Sender RTBF. Noch im Laufe des Dienstages sollte geklärt werden, ob die Busse und Bahnen wieder fahren.

Am Samstagmorgen war ein Mitarbeiter der STIB, ein 56-jähriger Familienvater, von einem jungen Mann tödlich verletzt worden, als er einen Verkehrsunfall aufnehmen wollte. Das gesamte Osterwochenende über waren die Mitarbeiter daraufhin im Einverständnis mit der Betriebsleitung in den Ausstand gegangen. Nach Zusagen der Politik, Polizei und Sicherheitspersonal aufzustocken und mit mehr Kompetenzen auszustatten, wollte das STIB-Management den Betrieb wieder aufnehmen.

„Ich glaube, dass wir jetzt die Gefühle hinter uns lassen müssen, die Trauer hinter uns lassen und zur Vernunft zurückkehren müssen“, sagte der amtierende STIB-Direktor Kris Lauwers laut der Internetseite von RTBF.

dpa

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