Verliebte Stachelschweine narren israelischen Zoo

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Eine Stachelschweindame im Tierpark bei Tel Aviv bekommt jede Nacht Besuch von einem Verehrer. (Symbolbild)

Tel Aviv - Stachelschwein-Romanze in einem Tierpark bei Tel Aviv: Wochenlang rätselten die Wärter allmorgendlich über die Herkunft von frischem Stachelschweinkot vor dem Gehege von Stachelschweindame Dorit.

Nun wurde von einer Überwachungskamera ein liebestoller Eindringling enttarnt, berichtete am Dienstag die israelische Tageszeitung "Haaretz".

Stachelschweine gehören in Israel zum Wildtierbestand und werden deshalb nur vereinzelt in Tierparks gehalten. Dorit war vor acht Jahren als stacheliges Baby als Waise in dem Zoo von Ramat Gan abgegeben worden, nachdem seine Mutter von einem Auto überfahren worden war. Mit der Milchflasche von Hand aufgezogen konnte sie nicht mehr ausgewildert werden.

Vor ihrem Gehege, das sich Dorit friedlich mit drei Eulen teilt, habe zuletzt jeden Morgen Stachelschweinkot gelegen, berichtete die Zeitung. Der zuständige Tierpfleger sei verspottet worden, er fege die Exkremente nur nach draußen, statt sie ordnungsgemäß zu entsorgen. Seinen Dementis sei kein Glauben geschenkt worden.

Dann aber habe ein Wärter bei einem nächtlichen Rundgang ein Stachelschwein vor dem Käfig gesehen und Alarm geschlagen: Dorit sei ausgebüxt. Als die Stachelsau jedoch wohlverwahrt bei den Eulen gefunden worden sei, habe die Zooleitung eine Nachtsichtkamera aufgestellt, die den männlichen Artgenossen bei seinen nächtlichen Rendezvous mit Dorit filmte.

Zoosprecherin Sagit Horowitz sagte der "Haaretz", es sei unklar, ob sich der Kavalier "tagsüber im Safaripark gut versteckt oder immer wieder neu hineinschlüpft". Der Zoo, der erst am Neujahrstag für Gelächter gesorgt hatte, als drei Nashörner an einem schlummernden Wächter vorbei zu einem Ausflug in die Stadt liefen, plagt sich nun mit der Frage, wie er der Stachelschwein-Romanze zu einem Happyend verhelfen könnte. Dorit sei in der Wildnis nicht überlebensfähig. Und ihren Liebhaber zu fangen und zu ihr zu sperren, sei ja auch keine angemessene Lösung, gab die Sprecherin zu bedenken.

AFP

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