Vermisste Kinder: Knochenreste entdeckt

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Die Mutter der vermissten Kinder hatte die Knochenreste analysieren lassen

Córdoba - Die Suche nach zwei kleinen Kindern, die seit fast elf Monaten in der südspanischen Stadt Córdoba vermisst werden, hat eine dramatische Wende genommen.

Knochenreste, die bei einem Verbrennungsofen gefundenen wurden, sollen nach einem wissenschaftlichen Gutachten von der sechs Jahre alten Ruth und ihrem zweijährigen Brüderchen José stammen. Wie der TV-Sender Canal Sur am Montag berichtete, war das Gutachten von der Familie der Mutter in Auftrag gegeben worden.

Die Fahndungsbehörden wiesen darauf hin, dass das Ergebnis der Analyse noch von einem polizeilichen Gutachten bestätigt werden müsse. Allerdings gingen die Ermittler ebenfalls von der Annahme aus, dass die Knochenreste von den Kindern stammten. Die Untersuchungen seien aber noch nicht abgeschlossen.

Das Geschwisterpaar war im Oktober 2011 von seinem Vater als vermisst gemeldet worden. Der Mann gab an, die Kinder beim Spaziergang in einem Park von Córdoba verloren zu haben. Die Polizei glaubte dem Vater aber nicht und nahm in fest. Der 39-Jährige, der von der Mutter der Kinder getrennt lebte, befindet sich seither in Untersuchungshaft.

Die Knochenreste waren bereits kurze Zeit nach dem Verschwinden der Kinder auf dem Grundstück eines Angehörigen des Vaters entdeckt worden. Eine erste Untersuchung war zu dem Ergebnis gekommen, dass sie nicht von Menschen, sondern von Tieren stammten. Dies könnte nach dem neuen Gutachten ein Irrtum gewesen sein. Nach Angaben des TV-Senders könnte der Fehler darauf zurückgehen, dass der Verbrennungsofen eine Hitze von über 800 Grad erreichte und organische Stoffe größtenteils zerstörte.

dpa

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