Drei Kilometer von ihren Eltern entfernt

Hier wurde Rebecca (17) gefangen gehalten

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Vermutlich in diesem Wohnhaus wurde Rebecca mehrere Tage festgehalten.

Rostock - Aufatmen in Rostock: Die 17-jährige Rebecca lebt. Nur drei Kilometer von ihrem Elternhaus entfernt, wurde das Mädchen von ihrem Peiniger fast vier Tage festgehalten.

Wenige Stunden nach dem Wiederauftauchen einer vermissten 17-jährigen aus Rostock hat die Polizei am Dienstag einen Mann (28) wegen des Verdachts der Freiheitsberaubung festgenommen. Dies teilte das Polizeipräsidium Rostock am Abend mit. Dem mehrfach vorbestraften Rostocker werden zudem Körperverletzung und Nötigung vorgeworfen. Dreieinhalb Stunden vor der Festnahme war Rebecca nach tagelanger Suche gefunden worden. Das Mädchen war seit Samstagmorgen vermisst worden, nachdem es einen Szene-Club am Rostocker Stadthafen verlassen hatte. Derzeit werde sie ärztlich und psychologisch betreut, teilte die Polizei am Dienstagabend mit.

Die Schülerin sei leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht worden, bestätigten Staatsanwaltschaft und Polizei. Sie sei ansprechbar. Weitere Details zu dem Fall sollen am Mittwoch bekanntgegeben werden.

Das Mädchen wurde am Dienstagmittag auf einem Fabrikgelände an einer viel befahrenen Straße entdeckt - rund drei Kilometer von ihrem Elternhaus im Rostocker Stadtteil Toitenwinkel entfernt. Polizisten riegelten ein Wohnhaus in rund 100 Meter Entfernung vom Fundort ab, Kriminaltechniker sicherten Spuren. Nach einem Bericht des Rundfunksenders Ostseewelle gibt es Hinweise, dass Rebecca dort über Tage in einer Wohnung festgehalten wurde.

Diese Informationen wollte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft nicht bestätigen, dementierte sie aber auch nicht. „Wir stehen am Anfang der Ermittlungen“, sagte Pressesprecher Holger Schütt. Offen blieb am Dienstag deshalb auch, wie Rebecca auf das Fabrikgelände kam, wo genau sie später gefunden wurde und wer sie entdeckte.

Das Mädchen war am frühen Samstagmorgen nach dem Besuch einer Bar im Rostocker Stadthafen nicht nach Hause gekommen. Ein Großaufgebot der Polizei suchte von Sonntag an nach der Gymnasiastin, die als äußerst zuverlässig gilt. Die Beamten durchkämmten unter anderem eine Industriebrache östlich des Stadthafens. Auch Taucher und Feuerwehrleute waren im Einsatz. Angehörige und Freunde suchten mit Plakaten und über das Internet nach Hinweisen auf den Verbleib der Schülerin.

dpa

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