Vermisstenfall Inga: Straftat wird wahrscheinlicher

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Suche nach Inga: Einsatzfahrzeuge der Polizei im Waldgebiet am Diakoniewerk Wilhelmshof in Stendal. Foto: Jens Wolf

Auf der Suche nach der kleinen Inga haben Einsatzkräfte vier Tage lang den Wald bei Stendal durchkämmt. Vier Tage lang sind die Bemühungen ins Leere gelaufen. Ein trauriger Verdacht drängt sich immer mehr auf.

Stendal (dpa) - Im Fall der vermissten fünfjährigen Inga halten die Ermittler eine Straftat für immer wahrscheinlicher. Ein Verfahren wegen Entziehung Minderjähriger wurde eingeleitet.

Fünf Tage nach dem Verschwinden des Kindes stellte die Polizei die großangelegte Suche im Wald bei Stendal (Sachsen-Anhalt) ein. Stattdessen sollen die Ermittlungen der Kriminalpolizei intensiviert werden, wie die zuständige Polizei in Magdeburg am Donnerstag mitteilte.

Das Mädchen aus Schönebeck war am Samstagabend mit seiner Familie im Stendaler Ortsteil Wilhelmshof zu Besuch. Von einer Suche nach Feuerholz kehrte es nicht zurück. Hunderte Helfer hatten daraufhin Tag und Nacht im 3500 Hektar großen Wald gesucht und einige Gebiete mehrfach durchkämmt. Mehrere Hubschrauber und 40 Spezialhunde waren im Einsatz.

Die Ermittler baten erneut um Hinweise aus der Öffentlichkeit, auch über die direkte Umgebung von Stendal hinaus. "Wir wollen alle Hinweise haben. Jedes noch so kleine Detail kann hilfreich sein", sagte Polizeisprecher Marc Becher.

Die Zahl der bisherigen Hinweise gehe bereits in die Hunderte. Die Ermittlungsgruppe "Wald" gehe ihnen allen nach. "Die Teams werten weiter von frühmorgens bis spätabends die Befragungen der Menschen vor Ort aus, sagte Becher. "Das ist eine Puzzlearbeit, die feinen Spürsinn erfordert." So sollen weitere Ermittlungsansätze gefunden werden. "Das Mädchen muss ja dort vor Ort verschwunden sein."

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