Tiere vor Verwahrlosung und Krankheiten schützen

Neue Verordnung in Hessen: Halter zahlen für Kastration ihrer Streuner-Katzen

Wiesbaden. Hessen will gegen streunende Katzen in Städten und Gemeinden vorgehen. Nach einer neuen Verordnung können Kommunen die Halter von freilaufenden Katzen nun verpflichten, ihre Tiere kastrieren zu lassen. Die Kosten für diesen Eingriff müssten die Halter übernehmen.

Das erklärte Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) am Montag in Wiesbaden. Rechtsgrundlage für die Verordnung sei das Bundestierschutzgesetz.

Gemeinden erhielten damit eine Chance, viele Katzen vor Verwahrlosung und Krankheiten zu schützen, sagte die Ministerin. Zugleich würden die Kassen der Kommunen und Tierheime spürbar entlastet. Um wilde oder herrenlose Tiere - im Unterschied zu Streunern mit Besitzern - müssen sich die Kommunen der Ministerin zufolge zusammen mit Tierärzten und Tierschutzorganisationen selbst kümmern und Konzepte für die Kostenübernahme entwickeln.

Die Tierschutzorganisation Tasso begrüßte den Schritt und forderte die Kommunen auf, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen. Gesetzliche Regelungen zur Kastration, Kennzeichnung und Registrierung von Hauskatzen mit Freigang seien die einzigen wirkungsvollen Maßnahmen, um die unkontrollierte Vermehrung nachhaltig zu bekämpfen. (dpa)

Rubriklistenbild: © dpa

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