Vier Jahre nach Atomunfall

Verstrahltes Fukushima-Wasser erreicht Amerika

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Arbeiter des havarierten Atomkraftwerks Fukushima.

Fukushima - Vier Jahre nach dem Atomunfall im japanischen Fukushima sind erstmals vor der Küste Nordamerikas radioaktive Spuren des Vorfalls nachgewiesen worden.

In zwei Proben, die im Februar im Pazifik vor der kanadischen Provinz British Columbia genommen wurden, sei erstmals Cäsium 134 entdeckt worden, teilte das Wissenschaftlernetzwerk InForm am Dienstag mit. Das Isotop ist charakteristisch für den Atomunfall von Fukushima.

Doch wie bereits bei den schon kurz nach dem Gau entdeckten Spuren betonen auch diesmal Wissenschaftler, dass die Werte verschwindend gering seien: Die Cäsium-134-Konzentration läge etwa tausendfach unter der für Trinkwasser empfohlenen Höchstmenge. „Die Werte, die wir sehen, sind so niedrig, dass wir keine Auswirkungen auf die Gesundheit der Meeresumwelt oder der Menschen, die an der Küste leben, erwarten“, sagte der Meeresforscher Jay Cullen von der University of Victoria der Nachrichtenagentur The Canadian Press. Bereits kurz nach dem Gau waren 2011 radioaktive Teilchen in Kanada, den USA und auch in Deutschland entdeckt worden. 

InForm erklärte, um die Auswirkungen des Atomunfalls in Fukushima auf die Umwelt vollständig zu klären, seien noch mehrere Jahre notwendig. InForm ist ein internationales Netzwerk aus Wissenschaftlern, Regierungsbehörden, Vertretern der Zivilgesellschaft und einfachen Bürgern, die sich der Untersuchung und Überwachung der Auswirkungen des Atomunglücks auf die Flora und Fauna der Meere widmet.

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In dem Atomkraftwerk an der japanischen Ostküste waren infolge eines schweren Erdbebens und Tsunamis am 11. März 2011 die Kühlsysteme zusammengebrochen, in mehreren Reaktoren kam es zu einer Kernschmelze. Das Atomunglück verseuchte weite Gebiete im Umkreis und zwang die Behörden zur Umsiedlung von zehntausenden Menschen. Bis heute können viele in ihre Häuser nicht zurückkehren. Die Aufräumarbeiten in Fukushima dauern an.

afp

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