Verteidiger von Angelika W. fordert im Höxter-Prozess Freispruch

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Paderborn. Im Mordprozess um das sogenannte Horrorhaus von Höxter hat der Verteidiger von Angelika W. Freispruch für die Angeklagte gefordert.

Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft, zweifacher Mord durch Unterlassen und versuchter Mord, seien nicht haltbar, sagte Anwalt Peter Wüller am Dienstag in seinem Plädoyer am Landgericht Paderborn.

Im Fall einer der beiden toten Frauen seien sich die Gutachter nicht einig gewesen, ob der Tod zu verhindern gewesen wäre. "Daher im Zweifel für die Angeklagten", sagte Wüller zum Abschluss der Plädoyers am 58. Prozesstag. Bei der zweiten Frau, deren Leiche laut Anklage zuerst eingefroren, dann zersägt und später in dem Haus in Höxter-Bosseborn verbrannt wurde, sei nicht klar, woran sie überhaupt gestorben sei. "Das Gericht müsste hier spekulieren", sagte Wüller.

Die Staatsanwaltschaft hat lebenslange Haftstrafen für die beiden Angeklagten Wilfried W. und seine Ex-Frau Angelika W. beantragt. Über Jahre hinweg sollen die beiden Deutschen Frauen in ihr Haus nach Höxter gelockt und sie seelisch und körperlich schwer misshandelt haben. Zwei Frauen aus Niedersachsen starben. (dpa)

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