Lieferung aus Südamerika

Spektakuläre Drogenfunde in Hamburg und Chemnitz

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Die Fahnder präsentieren den spektakulären Fund in Hamburg.

Hamburg/Chemnitz - In einem Container mit Erdnüssen aus Argentinien haben Zollfahnder einen der größten Drogenfunde der vergangenen Jahre in Hamburg gemacht.

Es handle sich um 257 Kilogramm reines Kokain, teilte das Zollfahndungsamt am Donnerstag mit. Der Straßenverkaufswert betrage 16,7 Millionen Euro. In Sachsen entdeckte ein Geschäftsmann 50 Kilogramm Kokain in einem seiner Container, der mit Autoteilen beladen war.

In Hamburg war das Rauschgift nach Angaben des Zolls in 260 Pakete aufgeteilt. Die Lieferung sollte über Antwerpen weiter nach Rotterdam gehen. Die Fahnder hätten einen Hinweis auf mehrere verdächtige Container aus Südamerika erhalten.

Der Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Werner Gatzer (SPD), sprach von einem herausragenden Erfolg, der durch gute internationale Zusammenarbeit ermöglicht worden sei. Zu den beteiligten Behörden und Ländern sowie den Hintermännern des Schmuggels wollte der Sprecher des Zollfahndungsamts, Axel Hirth, keine Angaben machen. „Die Ermittlungen laufen“, sagte er.

Im gesamten Jahr 2014 hatten die Fahnder in Hamburg 480 Kilogramm Kokain abgefangen. Größter Einzelfund waren 66 Kilogramm, die in einem Bananencontainer aus Ecuador nach Hamburg geschmuggelt wurden.

Ein sächsischer Geschäftsmann hat nach Angaben der Polizei in Chemnitz in einem Container mit Autoteilen 50 Kilogramm Kokain im Wert von rund drei Millionen Euro gefunden. Er selbst hatte den Container in den USA mit Autoteilen bepackt. Die Fracht wurde per Schiff in die Niederlande, dann mit dem Lastwagen nach Sachsen gebracht. Beim Ausräumen am Mittwoch fand der Geschäftsmann zwei fremde Reisetaschen mit der Droge. Bei der Polizei Chemnitz hieß es, einen solchen Fall - mit so einer großen Menge an Drogen und unter so merkwürdigen Umständen - habe es dort zuvor noch nicht gegeben.

dpa

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