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Betonrohr-Unglück in Vietnam: Kleiner Nam (10) für tot erklärt

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Ein zehnjähriger Junge steckt seit vier Tagen in einem 35 Meter tiefen Betonrohr fest. Nun erklärten die Behörden ihn für tot. Die Bergung dauert allerdings weiter an.

Update vom Mittwoch, 4. Januar 2023, 16.25 Uhr: Mehrere Tage nach dem Sturz eines zehnjährigen Jungen in ein 35 Meter tiefes Betonrohr in Vietnam haben Behörden ihn für tot erklärt. Der Junge sei 100 Stunden nach erfolglosen Rettungsversuchen gestorben, sagte Doan Tan Buu, der stellvertretende Regierungschef der südvietnamesischen Provinz Dong Thap, am Mittwochabend (Ortszeit) vor Reportern. Geborgen sei der Junge jedoch noch nicht, dies solle so schnell wie möglich erfolgen.

Demnach waren ein Team aus Ärzten, Gerichtsmedizinern und örtlichen Behörden zum Schluss gekommen, dass der Junge aufgrund verschiedener Faktoren ums Leben gekommen sei. Dazu gehörten neben dem Ort des Unfalls auch die Tiefe des Rohrs, die Dauer der Bergungsarbeiten sowie mögliche Verletzungen, die er erlitten habe. Noch am Mittwochvormittag waren die Versuche weitergegangen. Eine zuvor in das Rohr herabgelassene Kamera hatte kein Lebenszeichen des Kindes gezeigt.

Vietnam Betonrohr-Unglück
Der kleine Nam (10) stürzte in Vietnam in ein Betonrohr. Nun wurde er für tot erklärt. © AFP

Kind (10) stürzt 35 Meter tief in Betonrohr – Dramatische Rettungsaktion Vietnam

Update vom Dienstag, 3. Januar 2023, 6.28 Uhr: Drei Tage nach dem Sturz eines Jungen in ein 35 Meter tiefes Betonrohr im Südwesten von Vietnam ringen Einsatzkräfte weiter um seine Bergung. Ob der Zehnjährige noch lebt, sei unklar, berichteten vietnamesische Medien am Dienstag. Alle Versuche, die Erde um das am unteren Ende geschlossene und Rohr aufzuweichen und es mittels eines Krans aus der Erde zu ziehen, seien bislang fehlgeschlagen, schrieb die Zeitung VnExpress. Vom Militär unterstützte Retter seien nun dabei, einen anderen Bergungsplan umzusetzen.

Der Junge, dessen Name mit Nam angegeben wird, war am Samstag in das Rohr auf dem Gelände einer Baustelle gestürzt, wo eine Brücke gebaut wird. Das Rohr hat nur einen Durchmesser von etwa 25 Zentimetern. Medienberichten zufolge hatte der Junge nach seinem Sturz zunächst wohl um Hilfe gerufen.

Die Rettungsarbeiten seien wegen der extremen Enge des Rohrs und trotz großer Bemühungen „sehr schwierig“, zitierte die Zeitung Tuoi Tre einen Militärsprecher. Die Einsatzkräfte machten sich daran, rings um das Rohr in die Tiefe zu bohren, um ein Stahlrohr mit einem Durchmesser von 1,5 Metern um das Betonrohr zu legen - und es so leichter herausziehen zu können. Der Plan sehe vor, anschließend mittels eines Detektors die genaue Position des Jungen zu bestimmen, bevor der Beton aufgeschnitten werde, sagte der Militärsprecher.

Das nationale „Search and Rescue“-Komitee teilte am Dienstag mit: „Nach drei Nächten voller Bemühungen befindet sich die Rettung des zehnjährigen Jungen, der an der Roc-Sen-Brücke in der Provinz Dong Thap in eine 35 Meter tiefe Betonröhre gestürzt war, in der Endphase. Es wird erwartet, dass die Rettungskräfte am Morgen die Betonröhre schrittweise herausziehen und das Kind hochholen“, berichtet merkur.de.

Ursprungsartikel vom 2. Januar 2023: Hanoi – Horror-Unfall in Vietnam: Ein zehnjähriger Junge ist in ein 35 Meter tiefes Betonrohr gestürzt und hängt seit zwei Tagen darin fest. Das Unglück ereignete sich vietnamesischen Medienberichten zufolge bereits am Samstag auf einer Baustelle in der südlichen Provinz Dong Thap. Bis zum Montagvormittag (Ortszeit) sei es trotz aufwendiger Rettungsarbeiten nicht gelungen, das Kind aus seinem engen Gefängnis zu bergen, berichtete die Nachrichtenseite Vietnamnet.

Betonrohr-Unfall: 25 Zentimeter Durchmesser — Junge auf engstem Raum eingeschlossen

Das Rohr habe nur einen Durchmesser von etwa 25 Zentimetern. „Niemand hätte gedacht, dass ein Jugendlicher so tief in der Säule eingeschlossen werden könnte, weil der Raum darin nur so breit ist wie die Hand eines Erwachsenen“, zitierte die Zeitung VnExpress einen der Retter.

Horror-Unfall: Keine Aussagen über Gesundheitszustand des Zehnjährigen

Die Einsatzkräfte pumpten immer wieder Sauerstoff in das Rohr. Über den Zustand des Kindes war aber zunächst nichts bekannt. Zunächst hatte der Junge wohl noch um Hilfe gerufen, so Medien. „Das Betonrohr ist zu eng, als dass wir sagen könnten, in welcher Tiefe der Junge steckt“, sagte Tran Van Gioi von der örtlichen Polizei. „Es ist auch unmöglich, etwas über seinen Gesundheitszustand zu sagen.“

Vietnams Premierminister: Behörden sollen alle möglichen Maßnahmen zur Rettung unternehmen

Die Helfer wollten versuchen, die Erde rund um den Beton aufzuweichen, um das Rohr mittels eines Krans aus der Erde zu ziehen. Die Versuche waren aber zunächst fehlgeschlagen. Mittlerweile hat sich auch Premierminister Phạm Minh Chính in das Drama eingeschaltet und die Behörden angewiesen, ihr Möglichstes zu tun, um das Kind zu retten. (dpa)

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