Nach heftigen Regenfällen

Vietnam: Überschwemmungen fordern Todesopfer

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Wegen schweren Regenfällen kam es zu Überschwemmungen in Zentralvietnam.

Hanoi - Nach heftigen Regenfällen in Zentralvietnam sind mindestens 22 Menschen bei Überschwemmungen gestorben. Insgesamt mussten über 70.000 Menschen evakuiert werden.

Mindestens zwölf Menschen seien in den vergangenen beiden Tagen als tot gemeldet worden, sagte der Direktor der Katastrophenschutzbehörde der Provinz Binh Dinh, Phan Xuan Hai, am Samstag. Zwei Menschen seien vermisst und der Rest von den Fluten mitgerissen worden. „In den letzten 30 Jahren habe ich noch nie Fluten von so großem Ausmaß in Binh Dinh gesehen“, fügte Phan Xuan Hai hinzu.

In den vergangenen zwei Tagen war sintflutartiger Regen von bis zu 800 Millimetern in mehreren Gegenden Zentralvietnams niedergegangen, der Wasserpegel in Boden und Flüssen schnell ansteigen ließ und die Region überschwemmte. Zehntausende Häuser wurden beschädigt oder zerstört.

Aus der Küstenstadt Hoi An in der zentralvietnamesischen Provinz Quang Nam berichteten Augenzeugen, dass einige Häuser knietief im zum Strom angeschwollenen Thu Bon-Fluss standen, während Menschen versuchten, ihr Hab und Gut auf Booten ins Trockene zu bringen. Auch Touristen wurden per Kahn aus überschwemmten Unterkünften gebracht. „Ungefähr dort, wo vor wenigen Stunden noch Hotelgäste an der Rezeption standen, ist jetzt ein brauner See“, berichtete ein Tourist in Hoi An.

Hochwasser sind in der Stadt auf der alten Seidenstraßen-Route nichts Ungewöhnliches. Mit Gelassenheit verstauten Einwohner die Sachen aus ihren Häusern, solange die Straßen noch halbwegs passierbar waren.

In anderen Gebieten stellte sich die Lage weitaus dramatischer dar: Behördenangaben zufolge wurden einige Ortschaften komplett durch die Fluten isoliert, Tausende Menschen säßen dort fest. Die Regierung ließ 70 000 Menschen im betroffenen Gebiet in Sicherheit bringen. Das Militär setzte Hubschrauber ein, um Bewohner auszufliegen.

dpa

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