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Neues Virus in China entdeckt - Langya-Henipavirus kann zu Nieren- und Leberversagen führen

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Von: Victoria Krumbeck

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In Taiwan entdeckten Forschende ein neues Virus. Mit dem Langya-Henipavirus infizierten sich bereits 35 Menschen. Testmethoden werden noch entwickelt.
Chuang Jen-hsiang ist stellvertretender Generaldirektor des Taiwanesischen Zentrums für Seuchenkontrolle. © Daniel Ceng Shou-Yi/IMAGO

Forschende entdeckten in China ein neuartiges Virus. Über das Langya-Henipavirus ist noch wenig bekannt. Übertragungen zwischen Menschen sind bislang nicht bekannt.

Taipeh - Um China wird es momentan nicht ruhig. Nachdem die Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, Taiwan besucht hatte, führte China ein Militärmanöver um Taiwan durch. Die Lage zwischen Taiwan und China bleibt angespannt. Jetzt fanden Forschende ein neues Virus - das Langya-Henipavirus. Mensch-zu-Mensch-Übertragungen seien noch nicht bekannt. Eine Testmethode gibt es noch nicht.

Neues Virus in China gefunden - bereits 35 Menschen infiziert

Das Langya-Henipavirus wurde bereits bei 35 Menschen nachgewiesen. Das bestätigte der stellvertretende Generaldirektor Chuang Jen-hsiang des Taiwanesischen Zentrums für Seuchenkontrolle (CDC) der Taipei Times. Zuvor wurde eine Studie im New England Journel of Medicine veröffentlicht. Die Studie fand 35 Menschen in den chinesischen Provinzen Shandong und Henan, die sich mit dem Langya-Henipavirus infiziert hätten, berichtet merkur.de.

Die Betroffenen leiden an typischen Krankheitssymptomen. Alle Infizierten hatten Fieber, etwa die Hälfte litt an Müdigkeit, Husten und Appetitlosigkeit. Dazu kamen Symptome wie Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Bei 35 Prozent der Betroffenen kam es zu einem Leberversagen und bei acht Prozent zu einem Nierenversagen.

Virus wird vermutlich von Tieren übertragen - Testmethode wird entwickelt

Der stellvertretende Generaldirektor Chuang Jen-hsiang erklärte, dass bislang keine Übertragung des Virus von Mensch-zu-Mensch gemeldet sei. Da es sich beim Langya-Virus um ein neu entdecktes Virus handelt, müssen Taiwans Labore eine standardisierte Nukleinsäure-Testmethode zur Identifizierung des Virus entwickeln.

Chuang sagte, dass die 35 Patienten in China keinen engen Kontakt miteinander hätten. Auch die Kontaktverfolgung habe keine Virusübertragung unter der Familie oder andern engen Kontakt gezeigt. Es deutet darauf hin, dass menschliche Infektionen somit sporadisch sein könnten. Anders als beim Coronavirus oder bei den Affenpocken, die von Mensch-zu-Mensch übertragen werden. Untersuchungen haben gezeigt, dass zwei Prozent der getesteten Ziegen und fünf Prozent der getesteten Hunde positiv auf das Langya-Henipavirus waren.

Weiter erläuterte Chuang, dass Testergebnisse von 25 Wildtierarten darauf hindeuten, dass die Spitzmaus ein natürliches Reservoir des Langya-Henipavirus sein könnte. Bei 27 Prozent der Mäuse konnte das Virus festgestellt werden. Das CDC wird an der Testmethode arbeiten und noch feststellen müssen, ob das Virus zwischen Menschen übertragen werden kann. (vk)

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