Von „Vöner“ bis Sojajoghurt: Vegane Angebote in Hessen

Frankfurt/Kassel. 800.000 Veganer gibt es nach Angaben des Vegetarierbundes (Vebu) in Deutschland, und ihre Zahl wächst. Diverse Restaurants und Kantinen in Hessen stellen sich auf die Nachfrage nach veganem Essen ein, das komplett ohne tierische Produkte auskommt.

Das ergab eine Stichprobe der Deutschen Presse-Agentur dpa.

In Frankfurt hat sich das Angebot für Veganer in den vergangenen Jahren vervielfacht. Während es vor einigen Jahren noch kein einziges rein veganes Restaurant in der Stadt gab, listet eine Datenbank inzwischen sieben rein vegane Restaurants und Cafés in der Main-Metropole auf. Hinzu kommt ein Supermarkt mit ausschließlich tierfreien Produkten, darin ist auch ein Bistro enthalten, das Sahnetorten, Pizza und Salat anbietet.

Die Landeshauptstadt Wiesbaden  hat dagegen noch kein veganes Restaurant aufzuweisen. Jedoch bietet das Landtagsrestaurant seit Dezember einmal wöchentlich ein veganes Gericht an. Damit entspreche man der wachsenden Nachfrage, sagt Betriebsleiter Matthias Volker.

Veganer Imbiss in Kassel: Anne Bringmann im "Zum glücklichen Bergschweinchen".

In Kassel hat kürzlich ein veganer Imbiss eröffnet. Inhaberin Anne Bringmann serviert vor allem „Vöner“ - eine vegane Teigtasche mit Salat, Weizeneiweiß, Soja, Gemüse und Hülsenfrüchten. Das Gemüse kommt direkt von einem Bauern aus dem benachbarten Fuldatal-Ihringshausen. „Was nützt veganes Essen, wenn die Zutaten von sonstwo kommen“, sagt die gelernte Konditorin. Der Vöner wird Bringmann zufolge so gut angenommen, dass sie nun ein weiteres Geschäft in der Innenstadt aufmachen will.

In Gießen lockt das „Dach Café“ mit veganem Frühstück. Auf der Karte stehen neben typischen Frühstücksgerichten wie Rührei zum Beispiel auch Sojajoghurt oder Pfannkuchen ohne Eier. Vegane Gerichte auf der Tages- oder Abendkarte sind mit einer Blume gekennzeichnet. Die Angebote kommen laut Geschäftsführung gut an, „weil Veganer und Nicht-Veganer zusammen essen können“. Rein vegan kann man dagegen im Gießener „Vollwert-S.“ speisen. Gießener Studenten bekommen zudem dienstags und donnerstags ein veganes Gericht in der Mensa, wie eine Sprecherin des Studentenwerkes berichtete.

Auch an der Uni-Mensa im mittelhessischen Marburg  steht einmal in der Woche ein veganes Menü auf dem Speiseplan. Es sei nicht ganz einfach, tierproduktfreie Kost in so großen Mengen auf den Tisch zu bringen, sagt Martin Baumgarten vom Marburger Studentenwerk. Er ist dort der Leiter der Verpflegungsbetriebe. Was das vegane Essen angehe, stecke man noch ein bisschen in den Kinderschuhen. Vegetarische Gericht seien dagegen schon längst Standard: „Das ist ein wichtiger Bestandteil des Angebots.“ (dpa)

Video: Der Vöner-Imbiss in Kassel

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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