Vogelgrippe im Rostocker Zoo: Weitere 18 Vögel getötet

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Die Pelikane im Zoo Rostock müssen vorerst hinter Scheiben bleiben, denn das gefährliche Vogelgrippevirus H5N8 ist bei einem weiteren Tier aufgetaucht. Foto: Bernd Wüstneck

Rostock (dpa) - In Rostock ist bei einem weiteren Tier das hochansteckende Vogelgrippevirus H5N8 nachgewiesen worden. Daraufhin wurde der Rote Sichler - auch Roter Ibis genannt - sowie 17 andere Vögel, die in diesem Gehege gehalten wurden, getötet, teilte das Agrarministerium in Schwerin mit.

Dabei handelte es sich um weitere Ibisse sowie um Nacht- und Seidenreiher. Bereits am Donnerstag waren zwölf Weißstörche im Rostocker Zoo getötet worden, sie waren alle mit H5N8 infiziert gewesen. Auch im selben Stall untergebrachte Enten und Gänse wurden getötet. Daraufhin war die Untersuchung aller rund 500 Vögel im Zoo angeordnet worden.

Der Zoo bleibt weiter geschlossen. Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) bat um Verständnis: "Wir versuchen, die teilweise seltenen Arten im Zoo zu schützen, damit der Verlust für die biologische Vielfalt möglichst gering bleibt. Doch es ist auch klar, dass wir bei weiteren Funden weitere Tötungen vornehmen müssen." Die bisherigen Untersuchungen hätten keinen Aufschluss darüber erbracht, wie das Virus in den Zoo gelangt ist.

Für das gesamte Stadtgebiet Rostocks ist die Stallpflicht ausgerufen worden. In der Hansestadt leben nach Angaben von Ministeriumssprecher Constantin Marquardt insgesamt 5900 Nutzgeflügel, meist Legehennen.

Das zuvor in Ostasien kursierende H5N8-Virus tauchte in Europa im November in einem Putenhof in Mecklenburg-Vorpommern auf, später in Niedersachsen und mehreren Ländern Europas. Auch bei zwei Wildenten in Sachsen-Anhalt war kürzlich der Erreger nachgewiesen worden.

Bislang steht nicht eindeutig fest, ob das Virus über Wildvögel oder den Futter- und Geflügelhandel nach Europa gekommen ist. Erkrankungen von Menschen, die H5N8 ausgesetzt waren, sind bisher nicht bekannt.

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