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Waldbrände in Spanien - Regen bringt Erleichterung

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Waldbrände in Spanien
Ein teilweise verkohltes Gebäude in der Nähe von Bejis. © Alberto Saiz/AP/dpa

Hunderte von Waldbränden haben in Spanien verheerende Schäden angerichtet. Auch in der Urlaubsregion Valencia brennt es. Dann kommt der ersehnte Regen.

Madrid/Lissabon - Langersehnte Regenfälle haben die Lage bei den verheerenden Waldbränden in der spanischen Urlaubsregion Valencia vorerst stabilisiert. Die Ausbreitung der Brände habe gestoppt werden können und vielerorts seien die Flammen sogar erloschen, teilte der Zivilschutz auf Twitter mit.

Zwei große Brände in der Region Bejís im Norden und Vall d'Ebro im Süden der autonomen Gemeinschaft Valencia haben den Angaben zufolge seit Samstag rund 21.000 Hektar Wald- und Buschland vernichtet. Angesichts der abflauenden Waldbrände konnten die ersten von etwa 2000 Evakuierten wieder nach Hause zurückkehren, wie die Zeitung „La Vanguardia“ und der staatliche TV-Sender RTVE berichteten.

Auch in Portugal gab es bei einem Waldbrand in Caldas da Rainha rund 80 Kilometer nördlich von Lissabon Entwarnung. Das Feuer habe am frühen Morgen unter Kontrolle gebracht werden können, meldete die staatliche portugiesische Nachrichtenagentur Lusa unter Berufung auf den Zivilschutz. Rund 500 Feuerwehrleute seien dort weiter im Einsatz.

Mehrere Passagiere eines Regionalzuges verletzt

In Spanien war es in der Region Bejís am Vortag zu einem gefährlichen Zwischenfall mit einem Zug gekommen. Mehrere der insgesamt 49 Passagiere wurden verletzt, als die Flammen wegen einer geänderten Windrichtung den Gleisen zu nahe kamen.

Der Zug stoppte und einige Passagiere gerieten in Panik. Sie sprangen auf offener Strecke aus dem Zug, fünf erlitten erhebliche Verbrennungen, wie die Nachrichtenagentur Europa Press meldete. Der Zug kehrte schließlich zur letzten Haltestelle zurück. Das Bahnunternehmen teilte mit, es habe keine Warnung für die Strecke gegeben.

2022 ist für Spanien das verheerendste Waldbrand-Jahr seit Beginn der Erfassungen durch das europäische Erdbeobachtungssystem Copernicus im Jahr 2000. Bei Hunderten von Waldbränden wurde schon eine Fläche größer als die des Saarlands vernichtet. Experten führen die Entwicklung auf den Klimawandel zurück.

Nach Angaben des spanischen Umweltministeriums wurde in den Jahren 1985 und 1994 die Zerstörung noch größerer Flächen registriert, wobei die Erhebungen damals nicht aufgrund von Satellitendaten erfolgten und auch viele sehr kleine Brände berücksichtigt wurden.

Einen direkten Zusammenhang zwischen dem Klimawandel und einzelnen Waldbränden nachzuweisen, ist laut Experten zwar schwierig. Fest steht aber, dass es durch den Klimawandel mehr heiße Tage gibt. Hohe Temperaturen, Trockenheit, geringe Luftfeuchtigkeit und Wind erhöhen das Risiko von Waldbränden.

In Südeuropa, dem Norden Eurasiens, in den USA und Australien haben die Wahrscheinlichkeit von Bränden und die verbrannten Flächen wegen des Klimawandels zugenommen. Auch in Deutschland ist die Zahl der Tage mit hoher Waldbrandwarnstufe in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. dpa

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