Wegen Vuvuzela-Lärms: US-Soldat droht mit Mord

Weiden - Ein US-Soldat hat seinen Nachbarn mit dem Tod gedroht, weil sie permanent mit Vuvuzelas Krach machen. Mit einer Axt hat der Soldat das Nachbarhaus gestürmt.

Vuvuzela-Lärm vom Nachbargrundstück hat einen US-Soldaten in Weiden ausrasten lassen. Der betrunkene 45-Jährige kam am Donnerstagabend mit einer Axt bewaffnet zu seinen Nachbarn und schrie, er wolle sie töten, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Zu einem Angriff kam es zwar nicht, der Soldat beleidigte aber eine 49-Jährige.

Von dem Grundstück soll in den Tagen vor der Attacke ständig Vuvuzela-Getröte gekommen sein. Der 45-Jährige wurde von der Polizei mit auf die Wache genommen und der Militärpolizei übergeben. Nach Angaben eines Sprechers hat sich der Mann möglicherweise der Bedrohung sowie der Beleidigung schuldig gemacht.

Offiziell schlimmer als Husten! 22 1/2 Fakten zur Vuvuzela

Geliebt, verhasst, aber sicher das Symbol der WM 2010: der Vuvuzela gelang eine kurzer, beeindruckender Siegeszug. Hier lesen Sie 22,5 Fakten. Nummer 1: Die ersten Vuvuzelas waren aus Blech! Sie kamen in den 90er-Jahren auf © Getty
2. Drei Millionen Exemplare hat alleine das Unternehmen "Masincedane Sport" verkauft! Es hat die Tröten aus Plastik 2001 eingeführt. © Getty
3. Tröten im Flugzeug ist verboten! Zumindest hat die staatliche Fluglinie "South African Airways" darauf hingewiesen, dass der Vuvuzela-Gebrauch während eines Inlandsfluges untersagt ist und sogar mit Gefängnis bestraft werden kann. © Getty
4. Eine handelsübliche Vuvuzela ist rund einen Meter lang! © Getty
5. Vuvuzelaspielen ist schwieriger als es aussieht! Merkhilfe: So blasen wie Kinder ihren Spinat über den Esstisch spucken. © Getty
6. Die Tröte ist das lauteste Faninstrument! Es erreicht eine Lautstärke von 123,9 Dezibel. © Getty
7. "Vuvuzela" heißt "Krach machen" und stammt aus der Zulu-Sprache! © Getty
8. Ex-Präsident Nelson Mandela warb mit der Vuvuzela für die WM! Er hatte im Mai 2004 hunderte Tröten nach Zürich mitgenommen, als über die Vergabe der WM 2010 entschieden wurde. © Getty
9. Tröten ist bei vielen Fan-Events verboten! Zahlreiche deutsche Städte von Freiburg über Nürnberg bis Zwickau haben die Tröte bei ihren Public Viewings untersagt © Getty
10. Sogar einen Protest-Song gibt's zur Vuvuzela! "Lass die Finger von Emanuela" von Fettes Brot wurde kurzerhand von Trötenhassern zu "Lass die Finger von der Vuvuzela" umgedichtet. © Getty
11. Die Vuvuzela-Frequenz liegt bei 233 Hertz! Für Musiker: Das entspricht einem Ais © Getty
12. Vuvuzelas sind schlimmer als Husten! "Vuvuzelas können Erkältungskrankheiten und die Grippe sehr schnell verbreiten", warnt eine Ärztin. Die Tröte könne Infektionen deutlich stärker verbreiten als Husten oder Schreien. © Getty
13. Für echte Fans gehört zur Vuvuzela der Makarapa! Dabei handelt es sich um einen in den Farben seines Teams geschmückten Bergarbeiterhelm. Das auf diesem Symbolfoto ist übrigens KEIN Makarapa. © Getty
14. Uwe Seeler findet es lustig, dass die Tröte fast so heißt wie er! "Ja, ich habe schon gehört, dass man meinen Namen ständig mit der WM-Tröte Vuvuzela verwechselt. Ich finde das sehr lustig." © Getty
15. Sogar der Tierschutz warnt vor der Vuvuzela! Die Organisation SPCA: Haustiere sollten trotz aller Begeisterung aber keinen “hohen Lärmpegeln“ ausgesetzt werden. Das gelte etwa, wenn in der Öffentlichkeit von WM-Fans ausgelassen und ausdauernd die Vuvuzela geblasen werde. Es sei in solchen Fällen ratsam, die Tiere im Haus einzusperren, mahnte der SPCA. © Getty
16. Deutsche Reporter mussten wegen der Vuvuzela umrüsten! Die Sender statteten ihre WM-Reporter mit älteren Lippenmikrofonen statt mit modernen Headsets (Kopfhörer) aus. © Getty
17. Vuvuzelas setzen die Tradition der Hörner von Kudu-Antilopen fort! Mit diesen haben manche Stämme schon vor Jahrhunderten ihre Treffen eingeleitet. © Getty
18. Zahlreiche Spieler sind genervt von dem Krach. Darunter Lionel Messi und so ziemlich alle, die ein WM-Spiel verloren haben. © Getty
19. Vuvuzelas können dauerhafte Hörschäden verursachen! Bei diesen Schallpegeln ist das Gehör akut gefährdet, und es reicht unter Umständen ein einziger Fanfarenstoß aus, um eine Hörschädigung oder Ohrgeräusche zu verursachen“, erklärte Eckhard Hoffmann vom Studiengang Augenoptik und Hörakustik der Hochschule Aalen. © Getty
20. FIFA-Boss Sepp Blatter steht zur Vuvuzela. Afrika habe einen “anderen Rhythmus, einen anderen Sound“, schrieb Blatter in einer Twitter-Botschaft. Die Vuvuzela-Tradition der südafrikanischen Fußballfans dürfe nicht gestoppt werden. © Getty
21. Die Vuvuzela-Preise sind in Südafrika deutlich gestiegen! Kürzlich kosteten sie noch 30 Rand (ca. 3,00 Euro). Inzwischen zahlt man in Touristenregionen bis zu 200 Rand (20 Euro). © Getty
22. Findige Unternehmer bieten im Internet einen Vuvuzela-Filter zum Kauf an! Kostenpunkt 2,95 Euro. Auch der Ohrstöpsel-Verkauf ist gestiegen. Nicht nur in Südafrika, sondern auch rund um die Public Viewings. So kurbelt die Tröte die weltweite Konjunktur an. © AP
22,5. Statt einem Fakt zum Abschluss ein Zitat von Rudi Völler: "Bei uns in Leverkusen wird jeder eingesperrt, der eine Vuvuzela mit ins Stadion bringt" © Getty

dapd

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.