Verbot für Fahrdienstleiter

Wegen Unglück in Bad Aibling: Bahngesellschaft verbietet Handyspiele im Stellwerk

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Rettungskräfte stehen am 09.02.2016 an der Unfallstelle des Zugunglücks in Bad Aibling (Bayern).

Amsterdam - Eine  niederländische Bahnbetriebsgesellschaft hat ihren Fahrdienstleitern das Spielen mit dem Smartphone offiziell verboten. Es ist eine Konsequenz aus dem schweren Zugunglück von Bad Aibling.

Die niederländische Bahnbetriebsgesellschaft Pro Rail hat ihren Fahrdienstleitern das Handyspielen oder Filmegucken auf eigenen Handys oder Tablets während der Arbeitszeit offiziell verboten. Der Blick auf das Smartphone beeinträchtige die Arbeit, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Samstag in Utrecht. Die Konzentration der Fahrdienstleiter müsse ausschließlich den Arbeitsabläufen gelten. Lediglich kurzes Telefonieren bleibe erlaubt.

Mit dem Verbot ziehe das Unternehmen die Konsequenzen aus dem schweren Zugunglück von Bad Aibling, erklärte der Sprecher. Beim Frontalzusammenstoß zweier Züge wurden am 9. Februar 2016 in dem oberbayerischen Kurort 12 Menschen getötet, mehr als 80 wurden verletzt. Der dort zuständige Fahrdienstleiter hatte - abgelenkt vom verbotenen Handyspielen - mehrere Signale falsch gestellt.

dpa

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