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Prognose für weiße Weihnachten ernüchternd – Hoffnung macht die Statistik

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Von: Momir Takac

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Gibt es in diesem Jahr endlich wieder weiße Weihnachten? Eher nicht, sagen Meteorologen. Statistisch gesehen wäre es aber mal wieder so weit.

Offenbach/München – Kann es an Weihnachten etwas Schöneres geben, als mit der geliebten Familie Zeit zu verbringen, die man vielleicht auch schon länger nicht gesehen hat? Ja, wenn es zum Familienfest draußen eine wunderschöne Schneelandschaft hat. Weiße Weihnachten. Dass es in Deutschland in diesem Jahr so kommt, ist allerdings eher unwahrscheinlich.

Wetter-Experten dämpfen die Hoffnungen auf blütenweißen Pulverschnee und bizarre Eiskristalle an den Bäumen. „Es deutet sich eher eine grüne Weihnacht an“, sagte Andreas Friedrich, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. Stattdessen dürfte es über die Feiertage in Deutschland matschiges Tauwetter geben, wie merkur.de berichtet.

Weiße Weihnachten? Nach kaltem Adventswochenende wird es Richtung Feiertage wärmer

Grund dafür ist ein Wetterumschwung, der zum Beginn der neuen Woche erwartet wird. Aktuell befindet sich Deutschland im Winter-Chaos. Die Temperaturen steigen, dazu ist ergiebiger Regen angesagt. Für die Experten kein guter Mix. „Bereits in der Nacht zum Montag setzt von Westen Regen ein, der am Boden gefriert. Es herrscht also Unwettergefahr“, warnte DWD-Meteorologe Marcel Schmid. Glatte Straßen, wie es sie auch nach dem Eisregen gab, könnten dann auch im Osten Deutschlands vorgefunden werden, wenn die Zone mit gefrierendem Regen wandert.

Schneemann
Wird es weiße Weihnachten geben? © Jacob King/PA Wire/dpa

Zuvor wird es am vierten Adventswochenende noch einmal richtig kalt. Bis minus sechs Grad am Samstag und null bis minus fünf Grad am Sonntag tagsüber. In der Nacht dazwischen kann das Thermometer je nach Region in Deutschland auf bis zu minus 15 Grad absinken.

Weiße Weihnachten gibt es in Deutschland statistisch gesehen etwa alle zehn Jahre

Dann allerdings wird es warm. An Weihnachten könnte es bis zu zehn Grad warm werden. Das prognostiziert zumindest ein Wettermodell des DWD, das laut Friedrich allerdings lediglich in 70 Prozent der Fälle Recht behält. Die größte Wahrscheinlichkeit für Schnee an den Feiertagen gibt es im Alpenraum oberhalb von etwa 1000 Metern.

Dabei wären weiße Weihnachten statistisch gesehen wieder einmal an der Reihe. Auch aufgrund der Klimaerwärmung gibt es in Deutschland nur etwa alle zehn Jahre an den Feiertagen flächendeckend mehr als zehn Zentimeter Schnee. Zuletzt war dies 2010 der Fall. Ansonsten dominiert meist „das berühmte Weihnachtstauwetter“, sagt Friedrich. (mt)

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