Besorgniserregender Bericht

Weltklimarat: Klimawandelfolgen extrem - radikales Umdenken gefordert

Der neuste Bericht des Weltklimarates zeigt erschreckende Ergebnisse. Nun fordert er die Menschheit auf, radikal umzudenken.

Genf - Die Menschheit muss umdenken, das sagt der Weltklimarat. Der neuste Bericht zeigt: Dürren, Starkregen und Hitzewellen werden immer häufiger kommen. Und der Bericht unterstreicht, der Klimawandel ist menschengemacht. Noch nie zu vor sei die Auswirkung von steigendem Treibhausgas-Ausstoß eine solch große Bedrohung für den Planeten gewesen. Zu den Folgen gehört auch ein schnell steigender Meeresspiegel. Nun fordert der Weltklimarat ein radikales Umdenken.

Institution Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen
AbkürzungIPCC
In Deutschland bekannt alsWeltklimarat
HauptsitzGenf, Schweiz

Das oft angepriesende 1,5 Grad-Ziel sei dabei bereits wieder hinfällig. Denn bereits in 20 Jahren sei dieser Wert selbst unter den strengsten Klimamaßnahmen nicht mehr zu verhindern. Mehr als 230 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern haben rund 14.000 Klima-Studien für den Weltklimarat (IPCC) ausgewertet, die seit dem letzten Bericht dieser Art 2013 erschienen sind.

Klimarat: Meer Ende des Jahrhunderts 62 Zentimeter höher

Noch gebe es jedoch einen Weg, das Worst-Case-Szenario zu verhindern und das Ruder herumzureißen. „Wenn wir die Emissionen schnell herunterfahren, haben wir eine gute Chance, das 2-Grad-Ziel einzuhalten“, sagte einer der Autoren, Jochem Marotzke vom Max-Planck-Institut für Meteorologie. Bis 2070 müsste dafür die gesamte Welt klimaneutral seien. Bis zum Ende des Jahrhunderts werde das Meer, egal unter welchen Klima-Schutz-Maßnahmen um mindestens 62 Zentimeter höher sein als im Zeitraum von 1995 bis 2014.

Der Weltklimarat warnt vor immer mehr Wetterextremen in der kommenden Zeit.

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg forderte als Reaktion auf den Bericht mutige Entscheidungen von der Politik. Die schlimmsten Folgen des Klimawandels könnten zwar noch verhindert werden. „Aber nicht, wenn wir weitermachen wie heute, und nicht, ohne die Krise wie eine Krise zu behandeln“, schrieb sie auf Twitter und Instagram.* kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © dpa/Karl-Josef Hildenbrand

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