„Ein historischer Moment“

Außerirdisches Leben? Forscher gelangen an nie dagewesenes Material - es ist 4,6 Milliarden Jahre alt

Neue Erkenntnisse über außerirdisches Leben? Die Raumsonde Hayabusa 2 brachte Material des Asteroiden Ryugu mit auf die Erde.
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Neue Erkenntnisse über außerirdisches Leben? Die Raumsonde Hayabusa 2 brachte Material des Asteroiden Ryugu mit auf die Erde.

Außerirdisches Leben im Weltraum? 4,6 Milliarden Jahre altes Material vom Asteroiden Ryugu soll japanischen Forschern neue Erkenntnisse liefern.

  • Asteroid Ryugu: Die japanische Raumsonde Hayabusa 2 bringt 4,6 Milliarden Jahre altes Material aus dem Weltraum auf die Erde.
  • Kosmische Fracht wird durch einen Roboter in einer Vakuum-Kammer geöffnet.
  • Außerirdisches Leben im All? Asteroiden-Material soll mikroskopisch und mineralogisch auf organische Bestandteile untersucht werden.

München - Es gibt sie noch: Andere Nachrichten abseits der Coronavirus-Pandemie*.

Konkret: Bei all den irdischen Problemen in diesen Zeiten zwischen Deutschland, Österreich, Italien*, Großbritannien, den USA und Asien*, gibt es einen außerirdischen Erfolg für japanische Forscher zu verbuchen. Oder besser gesagt, ein Etappenziel auf der Suche nach möglichem Leben im Weltraum ist erreicht.

Raumsonde Hayabusa 2 bringt Weltraum-Material vom Asteroiden Ryugu auf die Erde

Das ist passiert: In der Wüste des Woomera-Testgeländes für Luft- und Raumfahrt im Süden Australiens ist die japanische Raumsonde Hayabusa 2 gelandet - samt 4,6 Milliarden altem Material aus dem All.

Die Raumsonde hatte zuvor Material vom erdnahen Asteroiden Ryugu gesammelt - nach insgesamt sechs Jahren im All.

Die Landung war der Anfang einer spektakulär aufwendigen Bergungsmission. Die kosmischen Proben wurden in einem Flugzeug in der noch verschlossenen Landekapsel nach Japan gebracht, wo sie in ein Labor des Jaxa-Forschungszentrums ISAS (Institute of Space and Astronautical Science) im nahe Tokio gelegenen Sagamihara überführt werden.

Außerirdisches Leben? Weltraum-Material von Asteroid Ryugu soll Erkenntnisse liefern

Die Proben sollen von japanischen Weltraum-Spezialisten zuerst beschrieben werden, also ihre Beschaffenheit dokumentiert. Anschließend folgen mikroskopische, mineralogische und geochemische Untersuchungen - etwa dazu, ob die Proben auch Hinweise zu möglichem außerirdischen Leben liefern.

Die Proben könnten möglicherweise organisches Material enthalten, erklärte der Manager der Mission, Makoto Yoshikawa. Im Fokus stehen demnach vor allem Aminosäuren, die die fundamentalen Bausteine des Lebens sind.

Raumsonde Hayabusa 2: Jubel über Material von Asteroid Ryugu auch in Deutschland

Auch im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt war der Jubel über die erfolgreiche Rückkehr der Raumsonde groß. Der DLR-Vorstandsvorsitzende Anke Kaysser-Pyzalla sagte: „Dies ist ein historischer Moment für die Weltraumforschung.“ (pm mit Material der dpa) *Merkur.de ist Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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