Diese Frau führt den Prozess gegen Anders Breivik

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Die Richterin Wenche Elisabeth Arntzen

Oslo - Wenche Elizabeth Arntzen führt gemeinsam mit dem Osloer Amtsrichter Arne Lyng den Prozess gegen den Massenmörder Anders Behring Breivik. Sie ist eine Vollblut-Juristin.

Wenche Elizabeth Arntzen stammt aus einer Juristenfamilie - und ist mit einem Juristen verheiratet. Ihr Großvater Sven Arntzen war nach dem Zweiten Weltkrieg als Staatsanwalt mit dafür verantwortlich, das norwegische Rechtssystem von vormaligen Nazi-Kollaborateuren zu befreien.

In dem international stark beachteten Strafverfahren ist die 52-jährige sehr darauf bedacht, die Angehörigen der Opfer und die Überlebenden des Massakers zu schützen. Immer wieder versucht sie, Breiviks Aussagen auf das Nötige zu begrenzen, betont aber auch, dass der Angeklagte die Möglichkeit bekommen müsse, sich zu äußern.

Breivik-Prozess: Heute spricht der Attentäter

Am Dienstag hat der zweite Prozesstag gegen Anders Behring Breivik begonnen. Hier wird sein Verteidiger Geir Lippestad von Medien umlagert. © dpa
Die Staatsanwälte Sven Holden und Ingar Bejer Engh bereiten sich auf den zweiten Prozesstag vor. © dapd
Verteidiger Geir Lippestad (rechts) spricht mit den Staatsanwälten Sven Holden (oben links) und Inga Bejer Engh © dapd
Breivik auf dem Weg in den Gerichtssaal. Heute darf er dort über seine Motive sprechen. © dapd
Ein Polizist nimmt dem Attentäter die Handschellen ab. © dapd
Wieder zeigte der Attentäter seinen selbst entwickelten Tempelritter-Gruß. © dapd
Der Prozess musste unterbrochen werden, weil ein Befangenheitsantrag gegen einen Schöffen vorlag. © dapd
Der Laienrichter soll auf Facebook die Todesstrafe für Breivik gefordert haben. © dapd
Der Schöffe wurde ausgewechselt. © dapd
Breivik will am zweiten Prozesstag ein Dokument zu seinen Motiven verlesen. © dapd
Breivik sagte, er habe seine Formulierungen aus Rücksicht auf die Hinterbliebenen angepasst. © dapd
Die Live-Übertragung der Aussage wurde untersagt. © dapd
Das Gericht erlaubte Breivik zu Beginn, von einem vorbereiteten Manuskript abzulesen. © dpa
Richterin Wenche Elizabeth Arntzen ermahnte ihn, sich an den Zeitrahmen zu halten. © 
Die Richterin musste den Angeklagten mehrmals auffordern, seine Aussagen zu mäßigen. © 
Anders Breivik auf dem Weg zum Zeugenstand © dpa
Anders Breivik tritt in den Zeugenstand © dpa
Anders Breivik tritt in den Zeugenstand © dpa
Hier las der Massenmörder seine vorbereitete Stellungsnahme vor. © dpa
Opferanwältin Mette Yvonne Larsen (links) bespricht sich mit Staatsanwältin Inga Bejer Engh © dpa
Breivik mit Verteidigerin Vibeke Hein Baera © dapd
Zwei Sicherheitsbeamte patroullieren mit einem Bomben-Spürhund vor dem Gerichtsgebäude © dpa

Die Juristin, die seit 2007 Amtsrichterin ist, erfuhr im Dezember vergangenen Jahres von ihrem spektakulären Auftrag. Nach ihrem juristischen Abschlussexamen 1986 hatte Arntzen zunächst im norwegischen Justizministerium gearbeitet, von 1989 bis 2003 für das Büro des Generalstaatsanwalts, der die Regierung in Zivilprozessen vertritt. Von 2003 bis 2007 war sie als Anwältin in einer Kanzlei tätig.

Seit 2009 ist Arntzen Mitglied in einem Komitee, das im Auftrag des Parlaments die Geheim- und Sicherheitsdienste des Landes kontrolliert. Der Ausschuss überwacht auch den Inlandsgeheimdienst PST, der scharf dafür kritisiert wurde, dass er Breivik nicht schon vor den blutigen Attentaten auf die Spur gekommen war. Dennoch entschied das Amtsgericht Oslo, dass Arntzen in diesem Zusammenhang nicht befangen sei.

Der Vater der Richterin, Andreas Arntzen, ist Strafverteidiger. Sie selbst ist mit einem Juristen verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von 18 und 21 Jahren.

dpa

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