Weniger ist mehr - Smartphone & Co für Kinder einrichten

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Bevor Kinder das Smartphone allein in die Hände bekommen, müssen Eltern Funktionen erklären und Vereinbarungen mit ihnen treffen. Foto: Silvia Marks

Simsen, chatten und surfen per Handy lernen viele Kinder heute schon von klein auf. Eltern sollten ihnen aber einige Dinge mit auf den Weg geben, damit die Kleinen nicht zu viele Daten preisgeben oder in Kostenfallen tappen.

Karlsruhe/Berlin (dpa/tmn) - Viele Kinder und Jugendliche haben ein eigenes Smartphone. Das bringt Probleme mit sich. Fast die Hälfte der 8- bis 14-Jährigen (43 Prozent) hat schon unüberlegt persönliche Daten preisgegeben, wie eine Studie im Auftrag der Landesmedienanstalt Nordrhein-Westfalen zeigt.

Mit diesen Tipps können Eltern Kinder vor solchen Risiken schützen:

Funktionen sperren:Wer nicht will, dass das Kind mit einem iPhone im Netz surft, kann unter "Einstellungen/Allgemein/Einschränkungen" den Browser Safari deaktivieren. Unter dem gleichen Menüpunkt lassen sich auch Kamera, App-Installationen oder In-App-Käufe sperren. Bei Androiden findet sich Ähnliches im Play Store unter "Einstellungen/Jugendschutzeinstellungen/Authentifizierung für Käufe" und in den Einstellungen des Geräts.

Bewusstsein schaffen: Am besten richten Eltern und Kinder ein neues Smartphone gemeinsam ein. Das gibt Gelegenheit, die wichtigsten Punkte zu besprechen: Junge Nutzer sollten zum Beispiel wissen, wann GPS, WLAN oder Bluetooth besser ausgeschaltet bleiben, rät Kristin Langer von der Initiative "Schau hin". Kinder müssten auch lernen, wie ein sicheres Passwort aussieht.

Abzocke vermeiden: "Statten Eltern ihre Kinder mit einem Gerät aus, das über eine Prepaid-Karte Gespräche und SMS abrechnet, können Kinder üben, sich das Guthaben einzuteilen und sich entscheiden, wofür sie es nutzen wollen", erklärt Langer. Unerwünschten Online-Käufen könne man vorbeugen, indem man Push-Nachrichten deaktiviert und mit den Kindern über Onlinewerbung spricht.

Sparsam mit Daten umgehen: Kinder müssen wissen, was sie im Netz nicht preisgeben dürfen. "Vor- und Zuname, verbunden mit der Adresse sind tabu, ebenso die Angabe von Telefonnummern und Handykontakten", warnt Langer. Und so wie Kinder sorgfältig und zurückhaltend mit eigenen Fotos im Netz umgehen müssen, sollten dies auch Eltern mit Bilder von sich und ihren Kindern tun.

Apps einschränken: Wer verhindern möchte, dass die Kleinen bestimmte Apps aufrufen, der kann Kindersicherungs-Apps wie Kids Place oder Kyte Phine installieren. "Diese Apps legen über die gewohnte Ansicht eine Art Maske, auf der nur die Apps zu sehen sind, die man vorher für sein Kind freigegeben hat", erklärt Susanne Onnen vom Landesmedienzentrum Baden-Württemberg (LMZ).

Sicher surfen: Jugendschutz-Apps für das mobile Surfen kontrollieren den Internetzugang so, dass nur der Zugriff auf kindgerechte Seiten möglich ist. Zwölf solcher Apps für Android hat das AV-Test-Institut geprüft, darunter acht reine Schutz-Apps und vier Security-Suites mit Schutz-Modulen. Unterm Strich machten fast alle geprüften Apps einen guten Job, so das Testfazit.

Jugendschutz-App-Testergebnis des AV-Test-Instituts

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