Wettbetrug beim Literaturnobelpreis?

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Literaturnobelpreisträger Tomas Tranströmer

Stockholm - Die Staatsanwaltschaft in Schweden geht Gerüchten nach, wonach der Names des diesjährigen Literaturnobelpreisträgers schon vorab an die Öffentlichkeit gedrungen ist.

Das berichtete die schwedische Zeitung “Expressen“ am Sonntag. Offizielle Ermittlungen gab es aber zunächst nicht. Die Spekulationen kamen auf, weil Preisträger Tomas Tranströmer am Donnerstag kurz vor der Bekanntgabe um 13 Uhr beim britischen Wettbüro Ladbrokes plötzlich der große Favorit geworden war. “Es scheint so, als ob die Information nach draußen drang, kurz bevor der Gewinner verkündet worden ist“, sagte Staatsanwalt Alf Johansson von der nationalen Antikorruptionseinheit. Nun werde geprüft, ob man Ermittlungen aufnehme.

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Die Schwedische Akademie, die den wichtigsten Literaturpreis der Welt vergibt, zeigte sich überzeugt, dass es kein Informations-Leck gegeben habe. “Wir gehe keinem solchen Verdacht nach“, sagte Jury-Chef Peter Englund der Zeitung “Expressen“.

In den vergangenen fünf Jahren haben neben Tranströmer drei der Spitzenreiter, die bei den Ladbrokes-Einsätzen kurz vor der jeweiligen Bekanntgabe vorne lagen, auch tatsächlich den begehrten Literaturpreis bekommen. Richtig lagen die Zocker am Ende bei dem türkischen Autoren Orhan Pamuk 2006, dem Franzosen Jean-Marie Gustave Le Clézio 2008 sowie im Jahr 2009 bei der Berlinerin Herta Müller.

dpa

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