Erneut Millionen-Quote für Lanz

"Wetten, dass..?": Eine spektakuläre Show

Das sind mal optische Gegensätze: „Wetten, dass..?“-Moderator Markus Lanz (von links), Atze Schröder, ausstaffiert als seine Assistentin Cindy aus Marzahn, und Hollywood-Star Halle Berry. Foto: dpa 

Bremen. Spannende Wetten, internationale Gäste - aber auch die Frage um die "Wetten, dass..?"-Zukunft von Cindy aus Marzahn bestimmte die zweite Show mit Markus Lanz. In der kommenden Ausgabe will er als halbnackter Chippendale auf der Bühne stehen.

Zahnarztbesuche dürften für die allermeisten Menschen nicht zu ihren größten Vergnügen zählen. Als am späten Samstagabend bei „Wetten, dass..?“ minutenlang Bohrer aus einer Zahnarztpraxis rotierten, deren Fabrikat der Offenburger Zahnarzt Ralph Griesbach allein an den schrillen Geräuschen erkannte - eine der wenigen Längen in unterhaltsamen drei Stunden - konnte man sich wieder mal wundern, was Menschen in Deutschland so alles in ihrer Freizeit tun. Wassermelonen mit Regenschirmen spalten, zum Beispiel. Und mit welcher Faszination sich die Nation das anschaut.

Insofern also nichts Neues bei „Wetten, dass..?“. Doch 10,74 Millionen sahen Markus Lanz’ souveränen zweiten Auftritt als Moderator (33,6 Prozent Markanteil). Das ist weniger als bei der Premiere (13,62 Mio./43,7 Prozent), aber immer noch ein sensationeller Wert.

Und schon der Start war ganz groß: Robbie Williams (von Lanz am Klavier begleitet) sorgte dafür, dass die Halle in Bremen von Beginn an tobte. Atze Schröder kam als „Assistentin“ im Cindy-aus-Marzahn-Outfit. Er vertrat die 40-Jährige, die eigentlich Ilka Bessin heißt und angeblich wegen eines Hexenschusses fehlte. „Bild am Sonntag“ meldete jedoch, RTL habe den Cindy-Auftritt verboten, weil parallel ihre Comedy-Sendung im Privatsender lief. Lanz kündigte aber an, Cindy werde am 8. Dezember in Freiburg wieder an seiner Seite sein.

So war die zweite "Wetten, dass..?"-Ausgabe mit Lanz

So war die zweite "Wetten, dass..?"-Ausgabe mit Lanz

Dann wird sich der 43-Jährige, der diesmal gegen einen Kandidaten aus dem Saal im Sackhüpfen siegte, mit den Chippendales ausziehen, weil er seine Stadtwette verlor: Über 100 Bremer führten in Reitstiefeln und Sakko den Gangnam-Tanz des koreanischen Rappers Psy auf.

„Wetten, dass..?“ tun einige Neuerungen gut: etwa dass die Gäste nicht nach und nach auftreten, sondern den ganzen Abend auf der Couch sitzen. Lanz ist konzentrierter, bringt sich mehr ein, er hatte, anfangs noch nervös, die Sendung gut im Griff. 25 Minuten („wir haben alle Zeit der Welt“) überzog er am Ende trotzdem. Sein Sofatalk allerdings ist auch nicht substanzieller als der von Thomas Gottschalk, der wiederum ungleich spontaner, flapsiger und frecher war.

Lanz hatte Glück mit seinen Wetten, die er allesamt als „spektakulär“ ankündigte (die Kinderwette und der Auftritt des besessenen Jojo-Artisten Dennis Schleußner waren es wirklich). Und er hatte Glück mit den Gästen: Ein gut aufgelegter Tom Hanks, irrwitzigerweise als „größter Schauspieler dieser Erde“ begrüßt, der staubtrocken-witzige Oliver Welke, die schlagfertige Barbara Schöneberger, der fröhliche Geigenvirtuose David Garrett, die überspudelnde Sängerin Beth Ditto - eine gute Mischung. Die blasse Jutta Speidel und die gelangweilte Halle Berry fielen nicht unangenehm auf. Grund also zur Vorfreude auf Lanz’ dritte Show.

Die Wetten im Detail

• Der 13-jährige Tim Schmidt-Sibeth aus Polling (Oberbayern) zog mit einem handelsüblichen Pömpel auf dem Bauch ein Auto 30 Meter weit.

• Angie Kliebisch aus Berchtesgaden konnte vier von 230 Nagellacken voneinander unterscheiden.

• Tom Öhler aus Innsbruck war auf einem Trial-Bike über 400 Meter Hürden schneller als der Deutsche Meister im Hürdenlauf, Georg Fleischhauer.

• Zahnarzt Ralph Griesbach aus Offenburg konnte vier von 50 Zahnarztbohrern nur am Geräusch erkennen.

• Milan Zivojinovic aus Frankfurt zerteilte in 90 Sekunden 25 Wassermelonen mit einem Regenschirm.

• Überlegen Wettkönig wurde Dennis Schleußner aus Berlin. Ihm gelang es, acht Tischdecken mit Hilfe eines Jo-Jos in zweieinhalb Minuten von acht gedeckten Tischen abzuziehen, ohne dass Geschirr zu Bruch ging.

Von Mark-Christian von Busse

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