Samstag, 20.15 Uhr, ZDF

"Wetten, dass..?" aus Karlsruhe: Dunkle Schatten über Markus Lanz

Markus Lanz hatte vielleicht gehofft, dass die Weihnachtspause die Wogen um ihn herum glätten könnte. Bisher vergeblich. An diesem Samstag um 20.15 Uhr steht die Rückkehr mit „Wetten, dass ..?“ aus Karlsruhe an, und nun gilt es für Lanz, die dunklen Wolken am Fernsehhimmel über ihm zu vertreiben.

Eine ausführliche Sendungskritik finden Sie am Sonntagmorgen hier.

Das Jahr 2013 hatte dem „Wetten, dass ..?“-Moderator stark zugesetzt: Viermal in Folge war er mit der Show unter der Sieben-Millionen-Zuschauer-Schwelle gelandet. Lediglich 6,88 Millionen Menschen schalteten die Dezember-Ausgabe aus Augsburg ein.

Und spätestens seit dem Auftritt der Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht in seiner gleichnamigen Talkshow hält ihn die Hälfte des deutschen Fernsehpublikums wieder für einen unbeholfenen, unlustigen und überambitionierten Moderator, der einfach nicht in eine souveräne Gastgeber-Rolle finden will. 

Zu Gast bei Wetten, dass?: Liam Neeson .

Bessere Quoten müssen her, und dafür empfiehlt sich die Rückbesinnung auf alte Stärken: gute Wetten und spannende Gäste.

Auf dem „Wetten, dass ..?“-Sofa Platz nehmen werden unter anderem Schauspieler Liam Neeson, „Bergdoktor“ Hans Sigl, Komiker Atze Schröder, Sängerin Yvonne Catterfeld und Fußballer Max Kruse. Für die Musik sorgen Peter Maffay und James Blunt.

In Karlsruhe sollte es Markus Lanz gelingen, rund ums Sofa einfach etwas weniger zu reden und es mit dem mitunter enervierend insistierenden Nachfragen gut sein zu lassen. Schließlich ist „Wetten, dass ..?“ eben keine XXL-Ausgabe seiner ZDF-Talk-Runde. (tx/dpa/esp)

Kolumne: Ein Brief an Markus Lanz

Lieber Markus Lanz,

wir müssen uns bei Ihnen entschuldigen. Wir haben Sie oft kritisiert – wegen Ihrer Fragen, denen man anmerkt, dass Ihnen die Antworten egal sind, und weil Sie aus dem Klassiker „Wetten, dass ..?“ quasi eine trashige RTL-Show gemacht haben. Auch das Unterbrechungs-Bombardement auf die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht hat uns missfallen. Sie haben den Fehler mittlerweile selbst eingestanden. Aber was aus der Kritik an der Sendung geworden ist, das haben wir nicht gewollt.

Markus Lanz und Sara Wagenknecht: Talkshow, die viele Diskussionen auslöste.

Mehr als 160 000 Zuschauer haben die Petition „Raus mit Markus Lanz aus meinem Rundfunkbeitrag!“ unterschrieben. Selbst die Initiatorin ist ratlos angesichts der Wutwelle, die viel mit dem berechtigten Frust über das gebührenfinanzierte TV zu tun hat. Aber muss man Sie, Markus Lanz, deshalb eklig finden, wie es einige tun? Noch lieber als auf das Wetter und die Bahn schimpfen die Deutschen mittlerweile auf Sie.

Früher war das anders. Da hätte man morgens zum Kollegen in der Kantine gesagt: „Der Lanz hat aber gestern wieder Blödsinn geredet.“ Ende. Nun gibt es dieses Internet, wo man Dinge schreibt, die man in der Kantine eher nicht sagt und jede kleine Kritik zu einem Shitstorm biblischen Ausmaßes wird.

Wir werden Sie auch weiter kritisieren, wenn wir es für angebracht halten. Aber wir werden uns auch fragen, ob wir Sie nicht einfach mal gut finden können. Ihr Matthias Lohr

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