Alarmstufe Orange

Deutschland-Wetter: Erster Schnee sorgt für Chaos - Schulbus mit Kindern kippt um

Wetter in Deutschland: Schnee und Glätte sorgen für Unfall-Chaos auf den Straßen. Ein Schulbus kippte um. Mehrere Kinder wurden leicht verletzt.

  • Sturmtief „Christian“ sorgt beim Wetter* in Deutschland für Turbulenzen.
  • Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt am Dienstag (30. November) vor schweren Sturmböen und Schnee.
  • In unserem News-Ticker finden Sie alle aktuellen Meldungen und Unwetterwarnungen.

Update vom 30. November, 14.47 Uhr: Winterliche Straßenverhältnisse haben in Baden-Württemberg für zahlreiche Unfälle gesorgt. Beim Unfall eines Schulbusses in Biberach an der Riß (Baden-Württemberg) sind am Dienstag mehrere Kinder leicht verletzt worden.

Schulbus kippt um: Mehrere Kinder leicht verletzt

Der Bus sei am Nachmittag auf einer Kreisstraße von der Fahrbahn abgekommen und umgekippt, sagte ein Polizeisprecher. Die genaue Zahl an Verletzten sei bislang ebenso unklar wie die Ursache des Unfalls. Meldungen über Schwerverletzte habe es zunächst aber nicht gegeben. Wegen der anfangs unklaren Lage seien zwei Rettungshubschrauber im Einsatz gewesen, sagte der Polizeisprecher. Die Unfallaufnahme dauere an, die Kreisstraße 7505 sei deshalb gesperrt.

Wetter in Deutschland: Schneesturm im Erzgebirge

Update vom 30. November, 13 Uhr: Die Wetterfront von Sturmtief „Christian“ zieht südwärts. Mit „teils markanten Schneefällen mit Verwehungen“ ist laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) am Dienstag weiter zurechnen. Es schneit aktuell vor allem in Süddeutschland und Richtung Oder - ab 200 bis 300 Metern Höhe. Vielerorts gibt es dazu steife, gebietsweise stürmische Böen oder Sturmböen, in den Hochlagen teils schwere Sturmböen, die nachts vorübergehend abnehmen sollen. Das Sturmtief führt eine Warmfront heran. Das bedeutet: Die Schneefallgrenze steigt weiter bis auf 1.000 Meter an.

Im Thüringer Wald ist mit starkem Schneefall zu rechnen; in Staulagen mit bis zu 20 Zentimeter Neuschnee. „Von einem wilden Schneetreiben“ berichten Twitter-Nutzer in Thüringen. In Sachsen im Erzgebirge schneit es bis in tiefe Lagen. Auf der B95 bei Oberwiesenthal im Erzgebirge herrscht ein starker Schneesturm, wie ein Foto der Nachrichtenagentur dpa zeigt. Schneeflocken wirbeln durch die Luft. Die Sicht reicht keine 100 Meter weit.

Sturm und Schnee: Kaum Sicht und starker Schneefall herrscht auf der B95 bei Oberwiesenthal im Erzgebirge (Sachsen).

Update vom 30. November, 10.04 Uhr: Alarmstufe Orange! Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt aktuell vor schweren Sturmböen und in den Mittelgebirgen vor teils kräftigen Schneefällen* mit Verwehungen. Zunächst ist oberhalb 300 Meter mit Schneefall zu rechnen. Dabei können bis zu 15 Zentimeter vom Himmel fallen. Im Schwarzwald, Thüringer und Bayerischen Wald sind teils über 20 Zentimeter Neuschnee drin.

Schwere Sturmböen in den Alpen - Orkanböen auf dem Brocken

Warnungen vor markantem Wetter (Stufe 2) liegen vor allem im Süden vor. Auf dem Brocken und Fichtelberg am Dienstag rechnet der DWD mit Unwettern - mit Orkanböen* (110 km/h), in den Alpen und im westlichen Teil des Alpenvorlandes sogar mit schweren Sturmböen (90 km/h). Auch an den Küsten wird gewarnt.

Wetter in Deutschland: Erster Schnee sorgt für Chaos - „Es kracht am laufenden Band“

Erstmeldung vom 30. November

Offenbach - Schnee und Eis haben Straßen in eisige Rutschbahnen verwandelt. Es gab teils schwer Verletzte. „Es kracht am laufenden Band“, meldete die Polizei im Märkischen Kreis via Twitter. Im Sauerland ging es mit dem einsetzendem Schneefall am Montagvormittag los. Bis zum Mittag zählten die Einsatzkräfte schon 50 „witterungsbedingte Unfälle“.

Eine 23-jährige Autofahrerin aus Lüdinghausen (NRW) „schlidderte“ mit ihrem Wagen in den Graben. Dabei kam das Auto senkrecht zum Stehen. Vom diesem doch außergewöhnlichen Unfall veröffentlichte die Polizei ein Foto. In einer Rechtskurve sei die junge Frau gegen 7.20 Uhr von der Fahrbahn abgekommen. Ein Rettungswagen brachte die 23-Jährige ins Krankenhaus.

Unfall-Chaos auf den Straßen: Auto kommt senkrecht im Graben zum Stehen.

Schneeglätte! Winterwetter verursacht Unfälle im Süden

Auch in Bayern meldete die Polizei am Montagabend und in der Nacht auf Dienstag zahlreiche Unfälle. In Selb an der tschechischen Grenze wurden mehrere Menschen verletzt. Eine Frau geriet am Montag Polizeiangaben zufolge mit ihrem Fahrzeug ins Schleudern und rutschte in den Gegenverkehr. Dort prallte der Wagen gegen ein entgegenkommendes Auto. Die Frau wurde lebensgefährlich verletzt. Ein Mensch in dem anderen Fahrzeug verletzte sich schwer. Drei weitere Insassen erlitten leichte Verletzungen.

Wetter in Deutschland: Linienbus rutscht von Straße

In Heidelberg rutschte ein Linienbus von einer glatten Straße und musste geborgen werden. Wie ein Polizeisprecher am Dienstag mitteilte, steckte der Bus am Montag in der Erde neben der Straße fest. Im Bus befanden sich zum Zeitpunkt des Unfalls jedoch keine Fahrgäste; der Fahrer blieb unverletzt. Für rund zwei Stunden musste die Straße voll gesperrt werden. (ml mit dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Gerd Mägerle/dpa

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