Prognose

Wetter in Deutschland: Wetterwechsel mit heftigem Temperatursturz droht

Das Wetter in Deutschland ist außergewöhnlich mild. Doch in manchen Regionen trübt ein „Blutregen“ die Freude.

  • Der Winter* endet mit frühlingshaften Temperaturen.
  • Beim Wetter* soll es jetzt zu einem Wechsel kommen – ein Meteorologe rechnet mit Blutregen.
  • News zum Wetter* in Deutschland: Alle Informationen zu Vorhersagen auf unserer Themenseite.

Update vom Donnerstag, 25.02.2021: Das Wetter in Deutschland hat noch so einige Überraschungen in petto: Ein Wetterwechsel mit Temperatursturz steht bevor, zuvor kommt es allerdings noch zu einem seltenen Wetterphänomen: Blutregen fällt über Deutschland herab und sorgt in Teilen des Landes für ein wahres Naturschauspiel.

„Was waren das für extrem warme Tage. Die Wärme der vergangenen Tage hat die Kälte aus der Monatsmitte pulverisiert“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst Q.met gegenüber dem Wetterportal wetter.net. Jetzt soll sich die Wärme-Welle nach aktuellen Prognosen erst einmal wieder verabschieden. Am Wochenende steht zwar wieder ein Hoch an, dieses hat aber eher nordwestliche Winde im Gepäck. Dadurch ist eher tieferen Temperaturen zu rechnen. Ab Mittwoch (03.03.2021) könnte es mit dem warmen Wetter in Deutschland aber schon wieder weitergehen. Bis zu 20 Grad sind dann wieder möglich.

Wetter in Deutschland: Laut Experten sorgt der Staub für einen gelben bis roten Himmel. (Symbolbild)

Wetter in Deutschland: Blutregen steht an – Meteorologe mit beunruhigender Vorhersage

Mit dem Wetterwechsel verschwindet auch erst einmal der Saharastaub. Doch das macht er mit einem großen Knall. Am Freitag (26.02.2021) kommt es in einigen Regionen Deutschland zu Blutregen. „So nennt man es, wenn der bräunliche Sand durch Niederschläge auf die Erde fällt“, verdeutlicht der Diplom-Meteorologe. Der Blutregen könnte grau über leicht gelblich bis stark rötlich gefärbt sein, berichtet ruhr24.de*.

Noch heißt es aber nicht „Saharastaub ade“. Mit dem warmen Wetter und der Südwestströmung, die in der nächsten Woche ansteht, kann auch der Staub aus Nordafrika wieder zurückkommen. Vor allem für Menschen mit Asthma oder Pollenallergien sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann der Sand wieder zur Belastung werden.

WochentagWetterprognose für Deutschland
Donnerstag (25.02.2021)14 bis 21 Grad, viel Sonne, teilweise trüber Himmel durch Saharastaub
Freitag (26.02.2021)8 bis 17 Grad, teilweise Regen und Blutregen
Samstag (27.02.2021)6 bis 12 Grad, Mix aus Sonne und Wolken
Sonntag (28.02.2021)7 bis 12 Grad, mal Sonne, mal Wolken
Montag (01.03.2021)9 bis 14 Grad, Mix aus Sonne und Wolken
Dienstag (02.03.2021)12 bis 17 Grad, meist freundlich und wärmer
Mittwoch (03.03.2021)13 bis 20 Grad, wieder sehr warm, neuer Saharastaub möglich
Quelle: wetter.net

Wetter in Deutschland: Saharastaub zieht auf – Experte mit Warnung

Update vom Montag, 22.02.2021: Der Winter in Deutschland zeigt sich von seiner schönen Seite und klingt mit frühlingshaften Temperaturen aus. Stellenweise kletterten die Temperaturen bis auf 20 Grad Celsius hinauf - ein Ende ist erst einmal nicht in Sicht. Doch ein Wetterphänomen trübt die Freude in manchen Regionen und macht es der Sonne extrem schwer, durchzukommen.

Denn das Wärme-Ei hat Saharastaub aus Nordafrika im Gepäck. An den Staubpartikeln bilden sich recht dünne Wolken, die die Sonne trüben und die Temperaturen in einigen Regionen wieder sinken lässt. Vor allem der Westen von Deutschland ist betroffen. „Wer in den kommenden Tagen etwas Sand auf seinem Autolack findet, der sollte sich nicht wundern. Das ist der Saharasand beziehungsweise seine Sandpartikel. Dadurch ist besonders der Westen recht trüb. Die Sonne hat es schwerer und daher kann es dort etwas frischer bleiben. Sonst dauert das Frühlingswetter unvermindert an. Ab Freitag wird es etwas kühler, aber mit 8 bis 15 Grad bleibt es für die Jahreszeit weiterhin viel zu warm“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst Q.met gegenüber dem Wetterportal wetter.net.

Wetter in Deutschland: Saharastaub im Anmarsch

Erstmeldung vom Samstag, 20.02.2021: Offenbach – Nach einem heftigen Wintereinbruch im Februar mit Schnee und Glätte läuten milde Temperaturen allmählich den Frühling in Deutschland ein. In den kommenden Tagen sollen die Temperaturen laut wetter.net auf die 20 Grad-Marke zusteuern. Der plötzliche Temperaturanstieg beim Wetter hat jedoch seine Schattenseiten.

Durch das warme Wetter wirbelt heißer Wind feinen Sand aus der Sahara über das Meer in Richtung Europa. Dies war zuletzt Anfang Februar der Fall, als sich der Himmel über Deutschland plötzlich verdunkelte und für einen spektakulären Anblick sorgte. Der Sand bildete eine Staubwolke, wodurch der Himmel zu leuchten schien. Durch die eisigen Temperaturen traf die warme Saharaluft auf deutlich kältere Winterluft, sodass der mit Sand angereicherte Staub aus der Sahara in Form von rötlich schimmerndem Schnee über Teile Deutschlands hinabfiel.

Wetter in Deutschland: Sand kann zu Blutschnee und Blutregen führen

Dieses Phänomen beim Wetter nennt man auch Blutschnee. Bei eher milden Temperaturen zeigt sich der Niederschlag in Form von rötlichem Regen – Blutregen genannt. Da das Wetter in den kommenden Tagen jedoch deutlich wärmer ist und kein Regen vorhergesagt wurde, bleibt ein solcher Niederschlag vermutlich aus. Dennoch wird mit einem beeindruckenden Anblick gerechnet. Anhand der Windvorhersagen ist eine Ausbreitung des Sandes aus der Sahara von Südeuropa bis nach Norwegen möglich, meldet die Nachrichtenagentur afp.

WochentagWettervorhersage für Deutschland
Samstag (20.02.2021)Bis 12 Grad, viel Sonne, einzelne Wolkenfelder
Sonntag (21.02.2021)Bis 13 Grad, sonnig
Montag (22.02.2021)Bis 11 Grad, viel Sonne, einzelne Wolkenfelder
Dienstag (23.02.2021)Bis 12 Grad, teils Sonne, teils Wolken
Mittwoch (24.02.2021)Bis 14 Grad, sonnig

Der Himmel kann bereits am Wochenende in weiten Teilen von Deutschland eine leuchtend gelbe Farbe annehmen. Die durch den Sand aus der Sahara entstandene Staubwolke soll sogar mit dem bloßen Auge zu sehen sein. Dieses seltene Wetterphänomen kann trotz seiner besonderen Erscheinung jedoch negative Auswirkungen haben.

Wetter in Deutschland: Seltenes Phänomen bringt Sand aus der Sahara

Der rötliche Staub kann Spuren auf Fenstern und Windschutzscheiben hinterlassen. „Staubfahnen aus der Wüste können einen roten Himmel, eingeschränkte Sicht oder Flecken auf Autos und Fenstern durch Staubablagerungen verursachen“, warnte Mark Parrington vom EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus, in einer Prognose* am Freitag (19.02.2021), so die Nachrichtenagentur. Außerdem führe das Wetter zu einer deutlichen Verschlechterung der Luftqualität in Deutschland.

Bereits Anfang des Monats ließ das Phänomen die Partikelkonzentration in der Luft in Deutschland vielerorts „hundertfach“ ansteigen. Durch eine solch hohe Konzentration von Staub sind gesundheitliche Folgen möglich – vor allem Menschen mit Vorerkrankungen wie Asthma oder Pollenallergien könnten darunter leiden. Durch die warmen Temperaturen beginnt allmählich der Pollenflug, sodass die Schleimhäute vieler Menschen ohnehin stark belastet sind.

Wetter in Deutschland: Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind gefährdet

Auch für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann der Sand aus der Sahara eine zusätzliche körperliche Belastung sein. Kontaktlinsenträger könnten während des Phänomens das Gefühl verspüren, dass sich feine Sandkörnchen unter die Linsen schieben. Unmittelbar gesundheitsgefährdend sei das besondere Wetter jedoch nicht.

Forscher untersuchen derzeit, ob wir zukünftig häufiger mit Sand aus der Sahara rechnen müssen. Der Klimawandel trägt dazu bei, dass das Klima in Afrika zunehmend trockener wird, sodass in immer größeren Gebieten Sandstürme entstehen, die den Staub dann nach Deutschland tragen und das Wetter beeinflussen können.

Obwohl die Temperaturen auf Frühling einstimmen, kann sich das Wetter nochmal drastisch ändern. Der Polarwirbel könnte im März für einen erneuten Wintereinbruch sorgen. Schuld daran ist der Klimawandel, der den Polarwirbel schwächt und Kältewellen in Deutschland auslöst. (Teresa Toth und Christian Weihrauch) *op-online.de und ruhr24.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Arnulf Hettrich/imago-images

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.