1. Startseite
  2. Welt

„Extrem warm“: Wetter-Umschwung sorgt für Frühlingsgefühle an Silvester

Erstellt:

Von: Martina Lippl

Kommentare

Das Wetter in Deutschland bringt „zwischen den Jahren“ Wind, Regen und steigende Temperaturen. Die Silvester-Prognosen sehen rekordverdächtig aus. Winterfans müssen tapfer sein.

München – Weihnachten ist für die meisten von uns schon abgehakt. Der Countdown zum Jahresende läuft. Das Wetter in den nächsten Tagen hat es in sich – und es wird immer wärmer. „An Silvester sind sogar 15 bis knapp 20 Grad möglich“, prognostiziert Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. „Die Temperaturen sind verdammt hoch für einen Silvestertag“, betont der Wetterexperte.

Wetter in Deutschland: Bis zu 20 Grad an Silvester – Orkangefahr im Westen und Norden

Warme Luftmassen aus dem Westen strömen zu uns nach Deutschland. In der zweiten Wochenhälfte macht sich unbeständiges und mildes, teils sehr windiges Tiefdruckwetter bemerkbar. Neben den außergewöhnlich milden Temperaturen – „zu warm für diese Jahreszeit“ – wird es im Bergland und an der Küste stürmisch, berichtet merkur.de.

Zum Jahreswechsel soll es in Deutschland warm werden.
Zum Jahreswechsel soll es in Deutschland warm werden. © Thomas Warnack/dpa

Regen, Wolken, Wind und schwere Sturmböen können ein Thema sein“, fasst Jung die Wetterlage zusammen. Die ersten Modellprognosen des US-Wetterdienst NOAA mit Orkanböen mit bis zu 120 km/h sind liegen nach den jüngsten Berechnungen etwas schwächer bei 80 bis 110 km/h. Das Europäische Wettermodell dagegen gehe eher von Windgeschwindigkeiten zwischen 70 und 85 km/h aus. Auch wenn sich die Wettermodelle noch uneins sind, kann es doch recht ruppig werden.

BeaufortgradBezeichnungWindgeschwindkeit km/hAuswirkungen des Windes
6starker Wind40 bis 45starke Baumäste schwanken, Regenschirme schwer zu halten.
7steifer Wind50 bis 60Beim Gehen gegen den Wind fühlbare Hemmungen, ganze Bäume bewegen sich
8stürmischer Wind65 bis 70Zweige brechen von Bäumen, erschwert erheblich das Gehen im Freien
9Sturm75 bis 85Äste brechen von Bäumen, kleinere Schäden an Häusern (Dachziegel oder Rauchhauben abgehoben)
10schwerer Sturm90 bis 100Wind bricht Bäume, größere Schäden an Häusern
11orkanartiger Sturm105 bis 115entwurzelte Bäume, verbreitet Sturmschäden
12Orkanab 120schwere Verwüstung

Quelle: Deutscher Wetterdienst

„Extrem warm“ an Silvester: Unfassbare Wärme zum Jahreswechsel

Bei den Temperaturen sind sich die Wettermodelle jedoch einig: Es könnte der wärmste Jahreswechsel seit Jahren werden. Schon der Silvestertag ist „extrem warm“, so Wetterexperte Jung. Die Werte liegen dann zwischen 12 und 17 Grad.

Der Wetter-Fahrplan bis Silvester 2022/2023

Meteorologe Jung: „Perfekt für einen Frühlingsspaziergang“

An Neujahr geht es mit Temperaturen bis 17 Grad weiter. „Perfekt für einen Frühlingsspaziergang“, witzelt Meteorologe Dominik Jung in einem Wettervideo. Es sei viel zu warm für die Jahreszeit. Damit dürfte der Dezember deutlich zu warm ausfallen. Die ersten zwei kalten Wochen hätten sich damit dann pulverisiert.

War es das mit dem Winter 2022/23?

Der Winter 2022/23 scheint schon gelaufen. Die Ensemble-Vorhersagen liegen in den ersten Januarwochen bisher weit über der Null-Grad-Grenze, erklärt er. „Kein Hoffnungsschimmer für Winterfreunde“, so Jungs Fazit. Der Winter könnte einer der wärmsten seit der Wetteraufzeichnungen werden, befürchtet der Wetterexperte. Um einen Winter an den Modellen abzulesen, bräuchte es schon sehr viel Fantasie. Nach den Prognosen des US-Wetterdienst NOAA für Januar 2023 und Februar 2023 halte die Wärme in Europa weiter an. An der Ensemble-Prognose lässt sich allerdings nur ein erster Trend bei der Großwetterlage ablesen. Ob noch Schnee fällt? Im Augenblick jedenfalls zeichnet sich bei der Wetterprognose kein Wintereinbruch ab. (ml)

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,
wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.
Die Redaktion