Kommt ein Rekordsommer?

Sommer-Prognose für Deutschland - Ein Wetter-Phänomen bleibt wohl dieses Jahr aus

Wie wird der Sommer in Deutschland? Erste Langzeitprognosen blicken voraus auf die Monate Juni, Juli und August. Es könnte extremes Wetter geben!

  • Das Wetter* soll im Mai verrückt spielen.
  • Statt Wonnemonat erwarten Experten sogar Schnee*.
  • Weil der auf die Eisheiligen fällt, könnte das Wetter das ganze Jahr über nach Kapriolen schlagen.

Update vom 21. Mai 2020: Rund zwei Wochen vor dem meteorologischen Sommerbeginn wagt wetter.com-Meteorologin Corinna Borau einen ersten Blick in Richtung Sommerwetter 2020.

„Natürlich ist noch überhaupt nichts in Stein gemeißelt. Aber aktuell deuten die Berechnungen der Langfristmodelle darauf hin, dass der mitteleuropäische Sommer dieses Jahr wieder zu warm und zu trocken wird.“ Darauf ließen folgende Indizien schließen: „So stehen wir seit Jahresbeginn in Sachen globaler Mitteltemperatur bei einem Plus von 1,15 Grad. Zudem sagt schon heute der britische Wetterdienst Met Office voraus, dass die Abweichung auf das ganze Jahr gesehen bei 1,1 Grad liegen könnte.“ Damit hätten wir nicht nur den zweitwärmsten Jahresbeginn, sondern lägen dieses Jahr - laut Borau - nach 2016 auch auf Platz zwei der wärmsten Jahre überhaupt. Der Unterschied zum Rekordjahr 2016:

„Ein starker El Niño, also eine warme Oberflächentemperatur des Pazifiks als Wärmequelle, wird für dieses Jahr nicht erwartet. Aber dennoch stehen die Chancen für ein erneutes Rekordjahr sehr hoch. Der amerikanische Wetterdienst NOAA sieht sie sogar bei 75 Prozent“, erklärt die Expertin.

Update vom 20. Mai 2020: Der Sommer 2020 soll wieder überdurchschnittlich warm werden. Im Norden droht erneut starke Trockenheit (siehe Update vom 13. Mai). Allerdings soll es nicht mit dem Hitzesommer 2019 vergleichbar sein. Das Langfristmodell des amerikanischen Wetterdienstes NOAA sieht laut Wetter.com den Sommer 2020 in Deutschland nur leicht überdurchschnittlich temperiert. Im Juni und Juli liegen die Abweichungen bei 0,5 bis 1 Grad über dem langjährigen Mittel. Der August wurde dagegen durchschnittlich temperiert berechnet.

Während es im Norden trocken werden soll, könnte besonders der Juni im Süden Deutschlands von Regen dominiert werden, und zwar öfter als es den Outdoor-Freunden lieb ist. Allgemein ist der Juni mit durchschnittlich 85 Litern pro Quadratmeter der niederschlagsreichste Monat in Deutschland. Das liegt vor allem an den Sommergewittern.

Erste Sommer-Prognosen sind da: Laut Experten bahnt sich „massiveres Problem“ an

Update 13. Mai 2020: Auch das Portal wetter.de blickt voraus und wagt eine erste Sommer-Prognose. Aus Sicht dieser Experten könnte Norddeutschland in den kommenden Monaten ein „massiveres Wasserproblem“ bekommen. Es sei nämlich egal, wie nass der Sommer werde, das Trockenheitsproblem sei sowieso schon da und habe sich über die vergangenen zwei Jahre aufgebaut. Durch den sonnigen und trockenen April habe sich die Situation weiter verschärft. Laut der Langfristprognose des Amerikanischen Wetterdienstes NOAA dürfte auch der Juni und Juli im Norden zu trocken werden, nur im Süden könnte es mehr Regen geben. 

Laut wetter.de ist derweil ein neuer Hitzerekord (der liegt für Deutschland aktuell bei 42,6 Grad) „ziemlich ausgeschlossen“. Dafür sei die Hitzewelle 2019 einfach zu außergewöhnlich gewesen.

Indessen erheben zwei Wetter-Experten heftige Vorwürfe gegenüber dem Deutschen Wetterdienst: „Hat mit einer seriösen Messung nichts mehr zu tun.

Wetter in Deutschland: Sommer-Prognose lässt aufhorchen - 40-Grad-Hürde könnte mehrmals fallen

Erstmeldung 7. Mai 2020 -Die nächsten Tage locken uns mit Sonnenschein und Temperaturen bis zu 27 Grad im Süden Deutschlands ins Freie. Zwar muss sich der Norden des Landes eher auf Höchsttemperaturen um 17 Grad einstellen - doch verderben nirgendwo Niederschläge den Wonnemonat Mai.

Die Kehrtwende - weg von Sommergefühlen, zurück in Richtung Winter - folgt dann ausgerechnet am Muttertag. Zwar können sich erste Unwetter schon am Samstagabend entladen, doch wird es am Sonntag erst richtig ungemütlich mit kalten Temperaturen und Wind*, wie wetter.de berichtet. Und am Montag beginnen die Eisheiligen.

Langzeitprognose für das Wetter in Deutschland: Eisheilige trennen Winter und Sommer

Montag bis Freitag (11. bis 15. Mai) stehen dabei im Zeichen von Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophie. In alten Bauernkalendern galt: Vor diesen Tagen Mitte Mai sollte man nichts aussäen - denn Bodenfröste können jetzt wieder alles zunichtemachen. Die gute Nachricht aus dem Volkswissen: Sind diese Tage überstanden, drohen w eder Schnee noch Eis.

Das deckt sich mit den Vorhersagen für dieses Jahr: Wie wetter.de weiter schreibt, wird es zwar nächste Woche tatsächlich ungemütlich. Vor allem in der Nacht zum Dienstag kann der Schnee im Süden Deutschlands sogar bis in die Tieflagen kommen. Doch schon ab Wochenmitte klettern die Temperaturen auf 20 Grad und mehr. Wetteronline rechnet bis mindestens 21.5. dann nicht mehr mit Niederschlägen.

Wetter in Deutschland: So wird es ab Ende Mai

Folgt man den Regeln des Bauernkalenders, dann stehen uns von Ende Mai bis Ende Juni vor allem warme Tage ins Haus, unterbrochen von vereinzelten Nebeltagen. Nur im darauffolgenden Zeitraum bis Mitte Juli soll es dann wechselhaft mit Regen und Sonne werden.

Laut wetter.com sollen die Temperaturen aber auch dann schon 0,5 bis 1 Grad über dem durchschnittlichen Mittel liegen. Und das, obwohl vor dem kalendarischen Sommeranfang am 20. Juni nochmal kalte Tage - die sogenannte Schafskälte - drohen.

Wetter in Deutschland: Der Sommer wird heiß und trocken

Sommerhitze: Die Temperaturen können im Sommer immer wieder über 40 Grad klettern

Auf eine extreme Wetterlage müssen wir uns wohl danach einstellen - denn da decken sich die Aussagen aus dem Bauernkalender und der Wetter-Experten unserer Tage. Der Sommer 2020 könnte uns mehrfach Temperaturen jenseits der 40 Grad bringen - besonders in den sogenannten Hundstagen zwischen 23. Juli und 23. August - und 2020 damit zum zweitwärmsten Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen machen. Besonders um den Norden Deutschlands machen sich Wetterexperten dabei Sorgen. Hier könnten deutlich zu wenige Niederschläge fallen. 

Wie stark der Sommer inzwischen vom kalendarischen Mittel abweicht, zeigt ein Blick auf die Temperaturtabelle von wetter.com: Während die Durchschnittstemperatur zwischen 1961 und 1990 bei 16,3 Grad lag, waren es im Sommer 2019 schon 19,2 Grad - und das dürfte 2020 noch übertroffen werden.

Wie das Wetter in Deutschland wohl am Vatertag sein wird? Ein Meteorologe machte eine klare Ansage. Doch bereits am Wochenende soll dann eine Wetterwende in Deutschland für einen „Temperatursturz“ sorgen.

Rubriklistenbild: © dpa / Matthias Merz

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