Wetter-Prognose

Nach Unwetter-Katastrophe in Deutschland: Drohen jetzt erneute Gewitter?

Das Ausmaß des Wetters mit Starkregen in Deutschland ist groß. Überflutete Städte fordern zahlreiche Todesopfer - und schon kündigen sich die nächsten Unwetter an. 

Kassel - Nach der schweren Unwetter-Serie mit starken Regenfällen haben viele Kreise und Kommunen in Deutschland noch mit den Folgen der Überschwemmungen zu kämpfen. Der Dauerregen hat besonders in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg schweren Schaden angerichtet.

Flutartige meterhohe Wassermassen verwüsteten binnen weniger Stunden ganze Städte sowie Dörfer und ließen Häuser zum Teil einstürzen. Mehr als 150 Personen sind in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz durch das Hochwasser* ums Leben gekommen - viele gelten derzeit noch als vermisst.

Starke Unwetter: Hochwasser-Katastrophe in Deutschland - Mehr als 150 Tote

In Rheinland-Pfalz ist besonders der Landkreis Ahrweiler (Rheinland-Pfalz) stark betroffen. Die Hochwasserkatastrophe hinterließ dort ein Feld der Verwüstung. Das Strom- und Mobilfunknetz wurde stark beschädigt und fällt in einigen Ortschaften immer noch aus. 110 Menschen fielen dort dem Unwetter zum Opfer - 670 Personen seien laut Angaben der Polizei verletzt worden. Die Zahl der Toten und Verletzten könnte sich jedoch weiter erhöhen.

Wetter-Katastrophe in Deutschland: Unwetter mit Starkregen haben für Hochwasser in Städten und auf Straßen gesorgt. Die Bundeswehr bergt Fahrzeuge auf einer gefluteten Bundesstraße bei Erftstadt (Nordrhein-Westfalen).

Auch in Erftstadt (Nordrhein-Westfalen), nur wenige Kilometer entfernt von Köln, richtete die Unwetter-Serie* mit Dauerregen einen immensen Schaden an. Eine Bundesstraße wurde innerhalb weniger Minuten komplett geflutet und legte den Verkehr lahm. Zahlreiche Häuser stürzten durch die starken Fluten ein. Feuerwehren, das Technische Hilfswerk und Soldaten der Bundeswehr sind vor Ort im Einsatz. Zudem haben Hilfeteams aus Nordhessen die Einsatzkräfte in den nordrhein-westfälischen Krisengebieten unterstützt.

Wetter: Sintflutartige Regenfälle in Deutschland - Unwetter-Warnung für Oberbayern

Aktuell besteht noch eine akute Unwetter-Warnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für den Süden von Bayern. Besonders im Berchtesgadener Land kam es am Samstagabend (17.07.2021) zur sintflutartigen Regenfällen, die zu Überschwemmungen und Erdrutschen führten. Der Landkreis rief daraufhin den Katastrophenfall aus. Auch Teile von Nordhessen blieben von dem Unwetter* nicht verschont: Im Kreis Waldeck-Frankenberg sorgten dauerhafte Niederschläge für überschwemmte Straßen und Wiesen, zahlreiche Keller liefen voll.

Eine Übersicht der von Hochwasser betroffenen Landkreise in Deutschland:

  • Nordrhein-Westfalen: Rhein-Erft-Kreis, Euskirchen, Rhein-Sieg-Kreis, Bergisches Land, Düren
  • Rheinland-Pfalz: Ahrweiler, Bitburg-Prüm, Vulkaneifel, Trier-Saarburg
  • Baden-Württemberg: Lörrach, Ravensburg, Wangen im Allgäu, Belgien
  • Bayern: Berchtesgadener Land

Wetter in Deutschland: Neue Unwetter im Anmarsch - doch Experte gibt Entwarnung

Das Wetter soll in den nächsten Tagen laut Wetter-Experte Dominik Jung von wetter.net zunächst weitestgehend schön und trocken bleiben. „Das heißt erstmal weitere Entspannung in den vom Hochwasser betroffenen Regionen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz“, sagte der Meteorologe. In der zweiten Wochenhälfte sollen warme Luftmassen mit Temperaturen über 30 Grad nach Deutschland strömen.

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Doch es drohen wohl auch schon neue Sommer-Gewitter: Die Luftmassen sollen Richtung Wochenende zunehmend schwüler werden und für erste Niederschläge sorgen. Das Unwetter-Potenzial steige dann wieder deutlich an. Auch der Westen soll dann schon wieder von neuen Schauern und Gewittern betroffen sein. „Aber es wird nach aktuellem Stand nichts Flächendeckendes sein und auch nichts Vergleichbares mit dem, was wir in den vergangenen Tagen dort erleben mussten“, versichert Jung. (Alina Schröder) *hna.de, wlz-online.de und fr.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Thomas Frey/dpa

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