Gewitter mit Starkregen

Unwetter in Deutschland: Sturzregen-Gefahr – Wetter-Experte warnt

Die nächsten Unwetter mit Starkregen sollen in Deutschland bereits am Wochenende aufziehen - auch der Westen könnte davon wieder betroffen sein.

Kassel - In den letzten Tagen hat sich das Wetter nach der verheerenden Flut-Katastrophe durch massive Regenfälle weitestgehend beruhigt. Das soll sich ab dem kommenden Wochenende allerdings wieder stark ändern: Von da an soll es wieder wechselhafter bis schwülheiß werden. Die nächsten starken Gewittern seien dann vorprogrammiert.

Laut Wetter-Experte Dominik Jung von wetter.net soll es bereits am Samstag (24.07.2021) örtlich zu gewaltigen Unwettern mit Starkregen kommen. Stellenweise seien dann auch wieder Sturzfluten möglich, denn innerhalb kürzester Zeit könnten 20 bis 40 Liter Regen pro Quadratmeter vom Himmel kommen. Insbesondere in den vom Hochwasser in Deutschland betroffenen Krisengebieten ist die Erde noch sehr aufgeweicht, was neue Erdrutsche begünstigen könnte.

Am Wochenende drohen neue Unwetter mit Starkregen. Auch die vom Hochwasser zerstörten Gebiete in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz könnten betroffen sein.

Wetter in Deutschland: Meteorologe warnt vor erneuter Unwetter-Gefahr - und kritisiert Behörden

Zudem sollen die Temperaturen wieder stark ansteigen: Am Wochenende sollen diese um die 30 Grad liegen. Dies stellt keine guten Bedingungen für die Aufräumarbeiten in den Katastrophengebieten dar. Was die dramatischen Unwetter in Regionen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz angeht, attackiert Jung die zuständigen Behörden. Sie würden versuchen „sich munter weiter aus der Affäre zu ziehen“. Dass alles überraschend gekommen sei, wäre gelogen. „In unserem gestrigen Wettervideo haben wir die Wettermodelle etliche Tage vor dem Unwetter gezeigt. Täglich wurde die Katastrophe auf den Wetterkarten gezeigt, es gab zahlreiche Warnungen der Meteorologen“, so der Wetter-Experte. Manche Kritiker sprechen sogar von einem „monumentalen Systemversagen“ des Katastrophenschutzes.

Man hätte all dies ignoriert und erst alarmiert als das Wasser bereits da war. „Die Menschen sind sehr aufgewühlt und wütend.“ Für Dominik Jung bleibt es ein Rätsel, warum niemand zuvor evakuiert wurde. Man solle sich nun auf das große Unwetter-Potenzial in den kommenden Tagen gefasst machen, dass sich auch in der Eifel entladen könnte. „Aber es wird kein flächendeckendes Unwetter werden wie am vergangenen Mittwoch“, versichert der Meteorologe. Trotz allem soll es auch in der letzten Juli-Woche weiterhin nass und wechselhaft bleiben. Bis Anfang August würden die „heißen Hundstage“ laut aktuellen Prognosen noch ausbleiben. (Alina Schröder)

Rubriklistenbild: © Boris Roessler/dpa

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