Tief „Bruno“ bringt kalte Luft und Gewitter

Wetter in Deutschland: Kräftige Regenfälle erwartet - teils sogar Schnee möglich

Im Osten Deutschlands ist mit Starkregen zu rechnen. Ein Tief bringt kühle Meeresluft ins Land. Temperaturen bleiben ernüchternd.

  • Das Wetter bleibt in den kommenden Tagen kalt und nass.
  • Tief „Bruno“ beeinflusst unbeständiges Deutschland-Wetter.
  • Teilweise sogar mit Schnee zu rechnen.

Update vom 27. August, 16.03 Uhr: Die Wetterlage in Deutschland ist kurz vor dem Wochenende entspannt - wenn auch im ungemütlichen Sommertrend 2021 für Ende August recht kalt. Das kühle und unbeständige Wetter wird durch ein Tief hervorgerufen, dessen Kern fest über Polen liegt.

Das Höhentief „Bruno“ wird laut Kachelmannwetter.com kräftige Regenfälle nach Deutschland leiten - bis in die kommende Woche hinein. Das Tiefdruckgebiet ist relativ ortsfest und lenkt aus Nordost bis Nord Regengebiete und einzelne Gewitter nach Deutschland. Auch zum Wochenstart ist demnach nicht mit einer Erleichterung zu rechnen. Ein anderer Meteorologe warnt die Republik* hingegen vor Hochwasser und rechnet für bestimmte Gegenden mit Schwierigkeiten.

Update vom 27. August, 9.41 Uhr: Wann wird‘s mal wieder richtig Sommer? Das haben sich in den vergangenen Wochen so einige Menschen in Deutschland gefragt. Zumindest nicht in den letzten Augustwochen des Jahres 2021. Das ist nun klar. Bereits in den vergangenen Tagen sind die Temperaturen rapide gesunken. Und auch die Aussichten für die kommenden Tage sind nicht gerade erwärmend. Im Nordosten Deutschlands kann es zu Starkregen kommen, warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD).

Die Wetterlage wird in den kommenden Tagen von einem Tief beeinflusst, das entlang von Oder und Neiße nach Süden zieht. Entlang des Tiefs zieht mit „nördlicher Strömung kühle Meeresluft nach Deutschland“, so der DWD. Übers Wochenende wird in Lagen über 2000 Metern sogar mit Schnee gerechnet*.

Wetter in Deutschland: Warnung vor Starkregen im Osten - in hohen Lagen sogar Schnee erwartet

Im Nordosten werden 20 Liter pro Quadratmeter in 3 bis 6 Stunden erwartet. Lokal kann es sogar zu über 35 Litern pro Quadratmeter kommen. Der Regen lässt im Laufe des Vormittags aber nach. Außerdem ist am Freitag vor allem von der Lausitz bis in die zentralen Mittelgebirge mit starkem Regen zu rechnen. Auch dort werden mehr als 20 Liter pro Quadratmeter erwartet.

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Für den Rest Deutschlands bleibt die DWD-Vorhersage für Deutschland weitgehend mild: „Im Nordosten kaum mehr Schauer und Auflockerungen. Im Südwesten meist trocken und zeitweise sonnig. 14 bis 20 Grad. Schwacher bis mäßiger Wind aus Nord bis Nordwest mit steifen Böen an der Nordsee und bei kräftigen Schauern. Im Süden schwacher Westwind.“

Wetterwarnungen in Deutschland: Alarmstufe Rot für 39 Kreise - teils riesige Niederschlagsmengen möglich

Update vom 23. August, 7.50 Uhr: Im Osten Deutschlands warnt der Deutsche Wetterdienst auch am Montagmorgen weiterhin vor heftigen Regenfällen. Länger anhaltender und kräftiger Stark- bzw. Dauerregen, teils bis in den Nachmittag andauernd, sind demnach möglich. Dabei werden Niederschlagsmengen zwischen 50 und 80 Litern pro Quadratmeter erwartet. Lokal eng begrenzt sind laut DWD auch Mengen um 100 Liter pro Quadratmeter möglich. Alarmstufe Rot – eine Unwetterwarnung der Stufe 3 – gilt derzeit für insgesamt 39 Kreise.

Der DWD warnt besonders im Osten Deutschlands vor heftigen Regenfällen.

Wetter in Deutschland: Amtliche Warnungen vor heftigen Regenfällen

Update vom 22. August, 22.00 Uhr: Heftige Regenfälle sind über Deutschland gezogen. Zum Beginn der Nacht warnt der Deutsche Wetterdienst besonders die Region zwischen Erfurt, Dresden und Potsdam vor ergiebigen Regenfällen. Hier gilt eine amtliche Unwetterwarnung der Stufe 3, Unwetterwarnungen der Stufe 2 gelten für das Alpenvorland sowie Teile von Hessen und NRW.

Bis Montagabend um 18 Uhr sind Regenmengen von 50 oder 80 Litern pro Quadratmeter in vielen Regionen nicht ausgeschlossen, örtlich begrenzt können es auch bis zu 100 Liter werden. Dabei fallen Großteile des Regens nicht über den gesamten Zeitraum bis Montagabend, sondern meist konzentriert über sechs Stunden. Hochwasserwarnungen liegen den Hochwasserzentralen aber nicht vor.

Wetter: Amtliche Warnungen vor heftigen Regenfällen: Mehr als normalerweise im gesamten August

Erstmeldung vom 22. August, 15.18 Uhr: München - Am Sonntag bis in den Montag hinein ist im Osten und Südosten Deutschlands mit Regen und Gewitter* zu rechnen. Mit großen Regenmengen ist vor allem am Sonntagabend und bis in die Nacht hinein zu rechnen. In einem Gebiet im Osten vom nördlichen Thüringen und Sachsen über Sachsen-Anhalt bis in den Berliner Raum werden bis zum Montagnachmittag größere Regenmengen erwartet, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Sonntag in Offenbach mitteilte. Dort gilt eine amtliche Warnung* der Stufe zwei.

Die Wetter*-Vorhersage beinhaltet kräftige und teils gewittrig verstärkte Regenfällen. Dabei können in einzelnen Regionen innerhalb des gekennzeichneten Gebietes besonders bei wiederholter Schauer- und Gewittertätigkeit unwetterartige Niederschlagsmengen von 50 bis 100 l/m² fallen.

Wetter in Deutschland: Teils „gewittrig verstärkte Regenfälle“ zu erwarten

Es wird mit „kräftigen teils gewittrig verstärkten Regenfällen“ gerechnet, so der DWD. Dabei kann es zu Niederschlagsmengen von 50 bis 100 Liter pro Quadratmeter kommen. Diese Menge Niederschlag* falle in diesen Regionen normalerweise im gesamten Monat August. Bei diesen Mengen könnten Keller volllaufen oder Straßen überflutet werden.

Aber auch für Teile Bayerns und Baden-Württembergs gelten Warnungen. Unter anderem gilt für einige Kreise in Bayern die Wetter-Warnstufe Rot*: Betroffen sind aktuell unter anderem Regensburg, Ansbach, Augsburg und Bayreuth. Dort kann es zu Sturmböen mit Geschwindigkeiten um die 80 Kilometer pro Stunde und Starkregen kommen. Es werden Niederschlagsmengen zwischen 15 und 25 Litern pro Quadratmeter erwartet.

Starkregen und Hagel in Baden-Württemberg rund um Baden-Baden und Offenburg

In Baden-Württemberg gilt für den Raum Baden-Baden sowie im Raum Offenburg die Warnstufe Rot. Auch dort gilt eine Warnung vor schwerem Gewitter mit heftigem Starkregen und Hagel. Es werden Niederschlagsmengen von bis zu 40 Liter pro Quadratmeter erwartet.

Nach einem kurzen Sommerauftritt mit viel Sonne am Samstag trübt sich das Wetter zu Wochenbeginn insgesamt ein. Während für den Westen und Südwesten am Montag nur vereinzelt Schauer und Gewitter vorhergesagt sind, müssen sich die Menschen vor allem im Osten und Südosten auf mehr Regen und sinkende Temperaturen einstellen. Diesen Einbruch des Sommers in Deutschland bringt das aktuelle Azorenhoch* mit sich. (nai mit dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa

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